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| 14.57 Uhr

Montagsspiel in Bochum
Fortuna zu Gast beim einstigen Favoriten

Fortuna Düsseldorf ist zu Gast beim einstigen Favoriten VfL Bochum
Auch die Fortuna-Fans sind derzeit obenauf. FOTO: dpa, bt fdt
Düsseldorf. Der VfL Bochum galt vor der Saison als Aufstiegskandidat. Nun steckt das Team im unteren Tabellendrittel. Der heutige Gegner Fortuna Düsseldorf hingegen führt die Tabelle an. Von Thomas Schulze

Peter Neururer ist einer der zahlreichen Experten, die gerne ihre Meinung zum Besten geben. Vor der Saison hat sich der langjährige Trainer festgelegt: Der VfL Bochum ist der Topfavorit der zweiten Liga und wird aufsteigen. Während Trainern, die zu oft falsch liegen, die Entlassung droht, ist bei der Prognose der Experten nicht ihre Stichhaltigkeit wesentlich, sondern eher das Überraschungsmoment: je schriller, desto besser.

Allerdings stand Neururer mit seiner Meinung im Sommer wahrlich nicht alleine da. Manager Christian Hochstätter und der etwas kauzige, aber doch anerkannte Trainer Gertjan Verbeek hatten die gewachsene Mannschaft noch einmal verstärkt: mit Sidney Sam, Lukas Hinterseer, Luke Hemmerich, Robert Tesche, Robbie Kruse zum Beispiel.

So könnte Fortuna in Bochum spielen

Doch bereits während der Vorbereitung trennte sich der Klub von Verbeek, der fachlich unumstritten, aber äußerst meinungsfreudig war. Sein Nachfolger Ismail Atalan, zuvor beim Drittligisten Lotte, wurde am 9. Oktober entlassen: Die Bilanz von nur zehn Punkten aus neun Spielen war zu dürftig. Seitdem fungiert Jens Rasiejewski als Interimstrainer. In den beiden bisherigen Spielen gegen Sandhausen (2:0) und in Braunschweig (0:1) war der VfL die klar bessere Mannschaft. Der Trend der Westfalen geht nach oben.

"Die Aufstiegshoffnungen vor der Saison waren ein Stück weit berechtigt", sagt Trainer Friedhelm Funkel, der heute (20.30 Uhr/Live-Ticker) mit Fortuna Düsseldorf in Bochum antritt. "Sie haben hochkarätige Spieler, es aber bislang nicht geschafft, als Mannschaft aufzutreten. Aber in einem Spiel können sie jeden Gegner schlagen, und wenn sie explodieren, auch mal drei, vier, fünf Spiele gewinnen." Dass der VfL drei seiner letzten vier Heimspiele gewonnen hat, ist eine zusätzliche Warnung. "Wir dürfen sie nicht stark werden lassen", sagt Funkel. "Ob wir das schaffen, weiß ich nicht."

Bei allem berechtigten Respekt fahren die Düsseldorfer als Spitzenreiter aber mit breiter Brust ins Ruhrgebiet. Fünf Zweitligasiege in Folge hatte der Verein zuletzt vor 28 Jahren gefeiert. Natürlich wird Funkel nicht die gleiche Startformation aufbieten wie im Pflichtspiel zuvor - das hat er in dieser Saison noch nie getan. "Aber das ist keine Marotte, sondern der Taktik und dem Gegner geschuldet", sagt er. Diesmal aber auch den eigenen Möglichkeiten, denn Kaan Ayhan und Lukas Schmitz, die im Pokalspiel gegen Mönchengladbach gesperrt waren, sind wieder einsatzbereit. Zumindest Ayhan wird von Beginn an in der Abwehr auf dem Platz stehen.

Dass Funkel noch die eine oder andere Veränderung vornimmt, ist wahrscheinlich. "Gegen Gladbach wusste ich Tage vorher, wie ich spiele. Gegen Bochum weiß ich es wirklich noch nicht", sagt er. Auch die Bochumer seien noch auf der Suche nach der richtigen Aufstellung und Taktik. "Das macht es mir noch schwerer", erklärt der Coach. "Jetzt weiß ich, was das für ein Gefühl ist, wenn man nicht weiß, wer beim Gegner aufläuft. Bei uns weiß man das nie, und das ist gut. Und wir sind jederzeit in der Lage, innerhalb von ein, zwei Minuten zu reagieren."

So steht die Begegnung in Bochum unter der Überschrift Überraschung: die Gastgeber sind die negative Überraschung der Saison, die Gäste die positive. Funkel wird hoffen, dass es so bleibt.

Quelle: RP
 
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