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Fortuna Düsseldorf
Jetzt bloß nicht noch mehr Verletzte

Madlung zurück im Mannschaftstraining
Madlung zurück im Mannschaftstraining FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf könnte am Sonntag gegen Fürth die selbe Startelf aufbieten wie zuletzt in Kaiserslautern. Doch die Verletzungssorgen beim Fußball-Zweitligisten nehmen kaum ab. Nun ist auch noch Zugang Kaan Ayhan angeschlagen. Von Jan Dobrick

Kaan Ayhan hat noch nicht mit Fortuna Düsseldorf trainiert - und bescherte schon die erste Schrecksekunde: Beim 1:1 in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft zwischen der Türkei und Kroatien musste der 21-jährige Zugang am Montagabend in Zagreb nach 54 Minuten angeschlagen vom Feld. Türkische Medien schrieben von einer Leistenverletzung. Und die Verantwortlichen beim verletzungsgeplagten Düsseldorfer Fußballklub sind vermutlich kurz zusammengezuckt. Nach seiner Ankunft gestern in Düsseldorf wurde eine "leichte Muskelverhärtung" diagnostiziert, weshalb er vorerst nicht mittrainieren werde, teilte der Verein mit.

Eigentlich dachte man bei der Fortuna, das Glück sei zurück in Düsseldorf. Der Zweitligist war im ersten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart der glückliche Gewinner. Er erarbeitete sich das Glück, also den späten Ausgleich, auswärts in Sandhausen. Und auch beim Pokalsieg gegen Rostock und dem torlosen Remis in Kaiserslautern gab es Situationen, bei denen man durchaus vom Glück des Tüchtigen sprechen konnte.

Plötzlich aber macht die Fortuna ihrem Namen nicht mehr alle Ehre. Der Klub musste ein Testspiel gegen den FC Büderich auf den 8. Oktober verschieben, weil es Trainer Friedhelm Funkel an Personal fehlte. Das Lazarett füllte sich Woche für Woche. Mittlerweile kommen die Rot-Weißen auf acht verletzte oder angeschlagene Spieler. An den Patienten Christian Gartner, Marlon Ritter, Özkan Yildirim, Maecky Ngombo, Alexander Madlung, Justin Kinjo, Anderson Lucoqui und Tim Wiesner haben Fans und Verein derzeit wenig Spaß. Da geht viel Offensivpower am Stock - und in Madlung ein wichtiger Innenverteidiger, der zuletzt durch den jungen Robin Bormuth ersetzt wurde.

Passiert sind die Verletzungen auf höchst unterschiedliche Weise: Gartner und Yildirim wurden gefoult, Ritter blieb mit den Stollen im hohen Rasen des VfL Willich hängen. Auch Ngombo zog sich beim Testspiel am Niederrhein einen Muskelfaserriss zu. Das war schlicht und einfach Pech.

Lucoqui, der mit Schmerzen von der U23 zurückkehrte, hat eine leichte Bänderverletzung im linken Sprunggelenk, trainiert aber zumindest wieder mit. Genau wie Kapitän Oliver Fink, der sich in der Pfalz die Rippen prellte und das Pensum kurzzeitig herunterschraubte. Ngombo, Ritter und Kinjo joggen. Auch Madlung hat sich auf dem Trainingsplatz blicken lassen. "Wir müssen schauen, wie er auf die Belastung reagiert", sagt Funkel. "Dann sehen wir weiter."

Die Trainingsgruppe am Dienstag war daher übersichtlich. Nur wenige Feldspieler standen auf dem Platz. Özkan Yildirim ließ sich in der Kabine behandeln. Arianit Ferati hat sich nach einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel gerade erst zurückgekämpft. Aus der U19 durften Igor Majic und Ryoya Ito mitmischen. Immerhin: Die Startaufstellung, die ein 0:0 in Kaiserslautern holte, war komplett versammelt und könnte auch am Sonntag gegen Fürth spielen. Viel darf dann aber jetzt nicht mehr passieren.

Quelle: RP
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