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| 06.51 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Koch: "Ich kann wirklich nicht sagen, was mit uns los war"

Karlsruher SC - Fortuna
Karlsruher SC - Fortuna FOTO: Falk Janning
Karlsruhe. Fortuna Düsseldorfs Remis gegen den Karlsruher SC entpuppte sich als bittere Pille für das Team von Trainer Frank Kramer. Einerseits spielte der Zweitligist schwach und lud den kriselnden Gastgeber immer wieder zu Chancen ein. Andererseits verspielten die Gäste eine 1:0-Führung. Die Spieler zeigten sich gefrustet.  Von Christoffer Kleindienst

Für zehn Minuten dachte man als neutraler Beobachter, dass doch alles bei der Fortuna nach Plan läuft. Frei nach dem Motto: "Wir spielen zwar schlecht, gewinnen aber trotzdem" gingen die Düsseldorfer in der 70. Minute vollkommen überraschend in Führung. Bis zu diesem Tor durch Kerem Demirbay fielen die Gäste eher durch Fehler in der eigenen Verteidigung auf. "Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben nicht das abgerufen, was wir in den Spielen zuvor gezeigt haben – das war nicht unser Anspruch", sagte Julian Schauerte nach der Partie kritisch.

Aber dann waren sie ja dank einer Standardsituation in Führung gegangen. Das Glück währte allerdings nicht lange: Christian Strohdiek sorgte zehn Minuten später mit einem katastrophalen Fehlpass in der Defensive für die verdiente Wende: Erwin Hoffer nahm das Geschenk an und erzielte das 1:1. "Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert, nicht wie wir uns das vorgestellt haben. Im Großen und Ganzen können wir uns glücklich schätzen, dass wir den Punkt heute mitnehmen dürfen", so Torschütze Demirbay nüchtern. 

Strohdiek patzt – Hoffer trifft gegen die Fortuna FOTO: dpa, ude fpt

Noch kritischer analysierte Julian Koch die Partie der Fortunen. "Wir haben den KSC im eigenen Stadion zum Kontern eingeladen, ich kann wirklich nicht sagen, was da mit uns los war. Rense (Rensing, Anm. d. Red.) hat gut gehalten und uns oft gerettet", sagte der Co-Kapitän – und legte noch nach: "Selbst auf dem Platz stehst Du dann da und fragst Dich, was hier eigentlich bei uns abgeht."

Trainer Frank Kramer hatte derweil schon erste Lösungsansätze gefunden: "Wir haben in der ersten Hälfte kein gutes Spiel gemacht. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben nicht mutig nach vorne gespielt. Wenn man sich die Zweikampfstatistik ansieht, kann man erkennen, dass wir zu wenige Duelle für uns entschieden haben." Allerdings kritisierte er auch die Spielweise seines Teams nach dem Führungstreffer. "Wenn man so wie wir heute kein gutes Gesicht zeigt, dann muss man zumindest versuchen, mit allem, was man hat, das 1:0 zu verteidigen", so der Coach. 

Demirbay trifft per Freistoß aus über 30 Metern FOTO: dpa, ude fpt

Was bedeutet das nun für die Fortuna? Kramer: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns auf einem holprigen Weg befinden." Aber, so der Trainer, es sei ein ganz anderes Gesicht als in den letzten beiden Spielen gewesen, "damit können und wollen wir nicht leben."

 
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