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Julian Schauerte
"Die Mannschaft ist auf einen Pokal-Fight eingestellt"

Porträt: Julian Schauerte: Der konstante Flügelflitzer bei Fortuna Düsseldorf
Porträt: Julian Schauerte: Der konstante Flügelflitzer bei Fortuna Düsseldorf FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Das Duell gab es bereits in der vergangenen Saison auf der rechten Abwehrseite: Julian Schauerte gegen Julian Koch. Der eine war eine Bank im Team der Fortuna, der andere saß irgendwann nur noch auf einer. Momentan hat Schauerte wieder die Nase vorne – wohl auch im Pokal. Von Jan Dobrick

Der 28-Jährige stand gegen Sandhausen und Stuttgart jeweils in der Startelf, während sein Namensvetter gerade mal auf eine einzige Spielminute kam. Trotzdem heißt es am Samstag im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock (18.30 Uhr/Live-Ticker) natürlich nicht Schauerte gegen Koch, sondern Schauerte mit Koch. "Es spielt keine Rolle, wer spielt, wir nehmen die Partie sehr ernst und sind gut vorbereitet", betont der Platzhalter: "Die Mannschaft ist auf einen Pokal-Fight eingestellt."

Koch hat gut trainiert, am Mittwoch sogar eine Extraschicht auf dem Platz geschoben. Er ist engagiert, gibt den jungen Spielern bei den Übungen Tipps. Trotzdem spricht einiges dafür, dass er im Ostseestadion wieder nicht von Beginn an auflaufen wird. Im Training spielte zuletzt die Elf zusammen, die beim Heimsieg gegen Stuttgart startete.

Funkel will seine Startelf im Pokal nicht umkrempeln

Trainer Friedhelm Funkel hat angekündigt, maximal ein bis zwei Wechsel vorzunehmen. Und das auch nur, wenn er eine bestimmte Idee hat oder einem Spieler die Möglichkeit geben will, sich zu zeigen. Sicher, Koch will sich präsentierten und beweisen, dass er eine Alternative ist. Allerdings scharren auch andere mit den Hufen.

Schauerte hat in den ersten beiden Ligaspielen schon gezeigt, dass er auf den Platz gehört. Der Verteidiger gewann 63,6 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 62,5 Prozent der Pässe an den Mann. Zwar fand in 180 Minuten nur eine einzige seiner Flanken den Mitspieler, trotzdem verdeutlichen die anderen Zahlen: Auf Schauerte kann Funkel nicht verzichten.

Fraglich ist, ob man an der Ostsee maßgenaue Flanken von dem Rechtsverteidiger erwarten kann. Die Nike-Bälle, mit denen gespielt wird, flattern etwas mehr als der "Torfabrik" von Adidas, mit dem in der 2. Bundesliga gekickt wird. "Sie sind gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht", sagt Schauerte – und ergänzt: "Am Spielgerät wird es nicht liegen."

Er erwartet ein "enges Spiel" und einen "kompakten Gegner". Rostock werde nicht ins offene Messer laufen, glaubt Schauerte, der der Fortuna und ihren Fans – rund 1500 Anhänger reisen mit – weitere Pokal-Blamagen ersparen möchte. In der jüngsten Vergangenheit spielten sich regelrechte Dramen mit Düsseldorfern in der Hauptrolle in diesem Wettbewerb ab. "Im vergangenen Jahr sind wir kläglich gescheitert", erinnert sich Schauerte. In Runde zwei verloren die Fortunen mit 1:5 bei Ligakonkurrent 1. FC Nürnberg. Damals standen er und Koch sogar gemeinsam auf dem Platz. Zumindest eine Halbzeit lang.

 

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