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Fortuna-Profi Ayhan
"Ich will einfach nichts ausschließen"

Fortuna Düsseldorf: Kaan Ayhan will einfach nichts ausschließen
Fortunas Kaan Ayhan will mittelfristig in die Bundesliga. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Kaan Ayhan hat die Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag nicht gezogen. Damit besitzt Fortuna Düsseldorf die vollen Transferrechte an dem 22-Jährigen. Hundertprozentig sicher ist es aber natürlich nicht, dass Ayhan am ersten Spieltag im rot-weißen Trikot auf dem Rasen stehen wird. Von Jan Dobrick und Matthias Goergens

"Im Fußball kann alles passieren. Das ist auch der Grund, warum ich in der Vergangenheit keine zu großen Versprechungen machen wollte", sagt der Defensivspezialist am Rande des Trainings im Arena-Sportpark. "Ich will hier bleiben, es gefällt mir in Düsseldorf, aber ich will einfach nichts ausschließen", betont er. Wer weiß, was passiert, wenn Fortuna plötzlich ein außergewöhnlich gutes Angebot in den Briefkasten flattert, von dem beide Seiten profitieren würden.

Das Ziel bleibt die Bundesliga

"Mittelfristig ist die Bundesliga mein Ziel", sagt Ayhan, der schon für Schalke 04 und Eintracht Frankfurt im deutschen Oberhaus kickte. "Ob es diesen Sommer klappt, ob es nächsten Sommer klappt oder auch gar nicht klappen wird, werden wir sehen." Er mache sich keinen Druck, plane einen Schritt nach dem anderen. Aber natürlich sei es der Traum eines jeden Fußballers, in der obersten Liga zu spielen. Ayhan nimmt kein Blatt vor den Mund, er spricht frei von der Leber weg. "Meiner Meinung nach ist das der richtige Umgang mit der Sache", sagt er. 

Fortunen schwitzen im Kraftzirkel

Der türkische Nationalspieler hat durchaus die Klasse, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Bei Fortuna deutete er sein Können eine Klasse tiefer an. In 24 Spielen stand er 2063 Minuten auf dem Platz. Er war der Taktgeber, egal, ob er in Abwehr oder Mittelfeld auflief.

"Ich bin dankbar, dass ich hier eine Chance bekommen habe. Und ich denke, ich habe sie genutzt. Bei einer anderen Mannschaft würde es dauern, sich dieses Ansehen zu erarbeiten", sagt Ayhan: "Es war beim Wechsel nach Frankfurt schon einmal so, dass ich keine Geduld hatte. Diesen Fehler will ich nicht noch einmal machen, ich will nicht auf Teufel komm raus irgendwas heraufbeschwören."

Ayhan hat es nicht eilig

Ayhan zieht sich stark blutende Platzwunden zu FOTO: Screenshot/Sky

Fortuna kann auf Allrounder Ayhan eigentlich nicht verzichten. In Rouwen Hennings, in der vergangenen Saison vom englischen FC Burnley ausgeliehen, entschied sich schon der mit neun Treffern beste Torschütze der Rot-Weißen gegen den Zweitligisten aus Düsseldorf. Und auch die Zukunft von Flügelflitzer Ihlas Bebou, der wie Ayhan die Bundesliga anpeilt, ist unklar. "Wir müssen damit leben, dass wir jetzt bis zum Ende des Transferfensters eine unruhige Zeit bekommen", sagt Fortunas Sportvorstand Erich Rutemöller.

Was in Sachen Ayhan Mut macht? Der 22-Jährige betont, er sei nicht ohne Grund in Düsseldorf, konzentriere sich auf die Arbeit mit der Mannschaft und gehe davon aus, zu Saisonbeginn ein Rot-Weißer zu sein. Ayhan hat es nicht eilig. Und Fortuna hat die Zügel in der Hand. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ayhan noch ein Jahr für Düsseldorf spielen wird, ist groß. Aber man muss sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, den türkischen Nationalspieler nicht mehr allzu lange in der 2. Bundesliga zu sehen, sollte er an seine Leistungen der Vorsaison anknüpfen können.

"Am schönsten wäre es, wenn mein Bundesliga-Traum mit Düsseldorf in Erfüllung gehen würde, das wäre die 1A-Lösung", sagt Ayhan: "Davon sind wir aber als Verein und Mannschaft noch ein paar Schritte entfernt."

 
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