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| 13.32 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kann die Sache eigentlich noch schiefgehen?

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten
Das Restprogramm der Abstiegskandidaten FOTO: dpa, rwe hak
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat in Nürnberg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Aber wie sicher darf man sich mit 39 Punkten fühlen? Die Flingerner wollen am letzten Spieltag gegen Aue jedenfalls auf Sieg spielen. Von Jan Dobrick

"Die letzten Wochen und Monate waren sehr anstrengend, deshalb ist uns schon ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Fortuna-Torwart Michael Rensing am Abend seines 33. Geburtstags. Fortuna hatte gerade 3:2 in Nürnberg gewonnen, also drei dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf eingefahren. "Das dürfen wir uns auf keinen Fall mehr nehmen lassen", sagte Rensing auch. Aber wie gefährlich ist die Situation im Tabellenkeller für Fortuna überhaupt noch?

Das Polster macht zuversichtlich

In Zeiten, in denen ein Abstiegskandidat wie Arminia Bielefeld mit 6:0 gegen ein Spitzenteam wie Eintracht Braunschweig gewinnt, ist die Lage ziemlich gefährlich, sollte man meinen. Fortuna steht mit 39 Punkten auf Tabellenplatz zwölf. Drei Punkte und sechs Tore sind es auf den Relegationsplatz und 1860 München. Direkt absteigen können die Düsseldorfer nicht mehr. Und: Mit Erzgebirge Aue (39 Zähler), dem 1. FC Kaiserslautern (38) und Arminia Bielefeld (36) stehen noch drei Mannschaften zwischen Fortuna und 1860. Dass da noch was anbrennt, ist unwahrscheinlich. Vor allem, weil keiner der Klubs noch gegen Braunschweig spielen darf.

Spieler und Fans feiern gemeinsam den Sieg FOTO: Falk Janning

Trotzdem ist nach der Party vor Aue. Die Diva feiert sich nicht übermäßig selbst, sie bleibt konzentriert. "Wir sind zwar froh, dass wir das Spiel gewonnen haben, sind aber noch nicht durch. Das letzte Spiel können und werden wir nicht 08/15 angehen, wir werden die volle Leistung abrufen müssen", kündigte Mittelfeldmann Marcel Sobottka kurz nach dem so wichtigen Sieg im Frankenland an. 

"Wir werden auf Sieg spielen"

"Wir werden das letzte Spiel noch einmal Vollgas geben und auf Sieg spielen", betonte Rensing. Und Klub-Boss Robert Schäfer wurde besonders deutlich: "Es ist klar, dass wir zu Hause etwas gutmachen müssen. Ich will, dass gegen Aue alle wach sind, dass die Mannschaft das Spiel annimmt, dass wir das Spiel gewinnen. Das sind wir unseren Fans und unserem Umfeld, das uns immer unterstützt hat, schuldig." Die klare Maßgabe für die Partie gegen Aue sei ein Heimsieg, betonte der Vorstandsvorsitzende. Wie sehr ihn die Leistungen der vergangenen Wochen genervt haben, zeigt sich schon dadurch, dass er sich überhaupt äußert. In der Regel hört man von dem Fortuna-Chef nach Spielen wenig bis nichts.

Vor Aue müssen sich die Düsseldorfer in Acht nehmen, denn die Mannschaft aus dem Erzgebirge tritt zwar auch mit 39 Punkten, allerdings mit der Hypothek eines miesen Torverhältnisses (37:51) an. Die "Veilchen" sollten zumindest einen Zähler mitnehmen, um auf Nummer sicher zu gehen. Mit der Ausbeute könnte auch Fortuna, die auf Ihlas Bebou, Lukas Schmitz (beide gesperrt) und Oliver Fink (verletzt) verzichten muss, bestens leben. Doch das reicht weder Spielern noch Verantwortlichen. Ein gutes Zeichen. Wird schon schiefgehen.

 
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