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Fortuna Düsseldorf
Kerem Demirbay darf wieder mitspielen

Fortuna Düsseldorf: Kerem Demirbay darf wieder mitspielen
Heute darf Kerem Demirbay statt Trainingskleidung wieder seine offiziellen Arbeitsklamotten tragen: Trikot und Hose mit der Nummer zehn. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Die Sperre für Fortunas Mittelfeldspieler Kerem Demirbay ist abgelaufen. Am Mittwochabend darf er im Testspiel bei Alemannia Aachen wieder auflaufen. Von Matthias Goergens

Auf diesen Tag hat sich Kerem Demirbay so richtig gefreut. Wie auf seinen Geburtstag, fast hingefiebert hat der 22-Jährige darauf. Denn seit Dienstag ist der Mittelfeldspieler ein "freier" Fußballprofi, am Mittwochabend darf er wieder richtig mitkicken. Im Trikot, mit Name und Nummer auf dem Rücken, nicht nur in Trainingspulli und Leibchen wie an jedem normalen Tag auf dem Trainingsgelände an der Arena. Ein Testspiel ist es nur, bei Viertligist Alemannia Aachen, aber immerhin. "Es fühlt sich schon anders an, ich darf wieder dabei sein und bin froh, dass die Zeit der Sperre vorbei ist."

Das ist Kerem Demirbay FOTO: Falk Janning

Weil der Mittelfeldspieler im Zweitligaspiel beim FSV Frankfurt mit Gelb-Rot vom Platz musste und daraufhin Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beleidigt hatte, wurde er durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen "unsportlichen Verhaltens" fünf Wochen für jegliche Pflicht- und Freundschaftsspiele gesperrt - bis einschließlich 11. Januar 2016. Diese Zeitsperre hatte die ursprünglich angesetzte Fünf-Spiele-Sperre abgelöst, und damit war der Fortune recht gut weggekommen. Denn zum Wiederbeginn der Saison am 6. Februar gegen Heidenheim darf der Offensivspieler durch die Begnadigung wieder dabei sein.

Das erste Testspiel des Jahres am vergangenen Samstag (2:1 gegen Fortuna Köln) hatte Demirbay noch auslassen müssen, am Mittwoch auf dem Tivoli will er dem neuen Trainer Marco Kurz auch seine Qualitäten im Wettkampf zeigen. Nicht mehr und nicht weniger erwartet Kurz von seinen Spielern, immerhin bildet das Duell mit Aachen den Abschluss seiner ersten Woche als Cheftrainer der Fortuna: "Testspiele wie in Aachen sind dazu da, die Trainingsarbeit der Woche zu reflektieren, Ergebnisse auf allen Ebenen zu liefern und zu gewinnen."

Demirbay beleidigt Schiedsrichterin und sieht Gelb-Rot FOTO: Imago

Der 46-Jährige hat seine Spieler schließlich ordentlich rangenommen, kaum ein Tag verging bisher ohne zwei Trainingseinheiten - in der Saison ist ein Training am Tag die Regel. Aber Marco Kurz will und muss in diesen Tagen sehen, wer sich aus dem "absolut konkurrenzfähigen" Kader des Zweitligisten für die Stammplätze empfiehlt. Dass aktuell oder bald wieder alle Fortuna-Profis mit voller Kraft mitmischen können, ist ihm ganz recht: "Für einen Trainer ist es doch das Schönste, der Konkurrenzkampf erzeugt einen enormen Druck und dadurch entwickelt sich eine höhere Trainingsqualität."

Das hat auch Kerem Demirbay so wahrgenommen, schließlich hat er sich in den vergangenen Tagen und Wochen besonders auf die Einheiten konzentrieren können. "Der neue Trainer ist sehr konkret in seiner Arbeit und seinen Ansagen, wie wir uns taktisch verhalten, Druck auf den Ballführenden machen", sagt der Mittelfeldspieler. Gegen Alemannia Aachen will auch er das am Mittwoch erfolgreich ausprobieren, ein gutes Spiel abliefern und gewinnen. "Heiß" sei er immer aufs Kicken, sagt er, aber dieses Mal freue er sich nach der Sperre umso mehr, will "wieder angreifen" in der Saison, der Mannschaft helfen.

Kurz kann großen Kader beim Training begrüßen FOTO: Falk Janning

Ganz sicher werde ihm das mit der Beleidigung und der Strafe nicht mehr passieren, sagt Demirbay: "Fehler in der Art macht man nicht zweimal." Schließlich sei es das Schlimmste an der Strafe gewesen, "dass ich nicht kicken durfte". Wenn er am Mittwochabend im Fortuna-Trikot auf dem Tivoli aufläuft, dann wird sich das für ihn wohl wie ein kleiner Geburtstag anfühlen.

Quelle: RP
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