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Fortuna Düsseldorf
Natürlich wäre Demirbay gegen Leipzig gerne dabei

Das ist Kerem Demirbay
Das ist Kerem Demirbay FOTO: dpa, mjh fpt
Düsseldorf. Fortunas Mittelfeldspieler ist wie Lukas Schmitz am Montag im Duell mit dem Zweitliga-Zweiten gesperrt. Es wird schwer für die Düsseldorfer, die beiden zu ersetzen. Marcel Sobottka und Sercan Sararer bieten sich dafür an. Von Matthias Goergens

Die fünfte Gelbe Karte gesehen, im nächsten Spiel gesperrt – ausgerechnet gegen ein schier übermächtiges Spitzenteam. Da war doch was zuletzt in der Fußballwelt? Natürlich wurde Fortunas Kerem Demirbay die entsprechende Frage gestellt. Manch einer vermutete Absicht, als sich der Mittelfeldspieler sowie Lukas Schmitz im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld jeweils zum fünften Mal in dieser Saison eine Gelbe Karte einhandelte. Beide sind im Montagsspiel gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig (20.15 Uhr/Live-Ticker) nicht dabei. Dafür aber in den fünf folgenden, für wichtiger erachteten Spielen im Abstiegskampf.

Demirbay befeuerte die Mutmaßungen mit einer ehrlichen, aber unglücklichen Formulierung: "Es gibt Schlimmeres, als die fünfte Gelbe Karte gegen Leipzig abzusitzen. Wir sind mit denen nicht auf Augenhöhe und schon gar nicht Favorit." Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz von Werder Bremen waren für noch deutlichere Aussagen vom Sportgericht des DFB kürzlich zu einer Geldstrafe von je 20.000 Euro verurteilt worden.

Aber von bewusstem "Abholen" einer Karte kann bei Demirbay und Schmitz keine Rede sein, da beide ihre Verwarnungen in der ersten Hälfte bekamen und somit lange in Gelb-Rot-Gefahr spielten. "Ich hätte mich schon gefreut, die restlichen sieben Spiele ohne fünfte Gelbe zu überstehen, aber das ist unrealistisch", sagte Demirbay. Und wie schnell es in der Hitze des Abstiegskampfes eine zweite Gelbe Karte und damit einen Platzverweis geben kann, hatte er im November im Spiel beim FSV Frankfurt erfahren, als er für eine "Rudelbildung" gesorgt hatte. Nein, ein solches, bewusst eingegangenes Risiko wäre dem durchaus diskussionsfreudigen Demirbay und dem ebenso "heißen" Schmitz sicher zu hoch gewesen. Zumal ihre Teamkollegen beide gegen Leipzig vermissen dürften. So kam Demirbay in Bielefeld nicht nur auf die meisten Flanken (4) und Torschüsse aller Fortunen aus dem Spiel (3), sondern mit Teamkollege Oliver Fink hatte er die meisten Ballkontakte aller Akteure auf dem Feld (73).

Wer statt der beiden Gesperrten auflaufen darf, deutete sich mit den Einwechslungen in Bielefeld schon an: Marcel Sobottka und Sercan Sararer könnten ins Mittelfeld rücken, Axel Bellinghausen würde nach hinten auf die Linksverteidiger-Position rücken. Ob sich das unter Trainer Friedhelm Funkel zuletzt stabilisierte Team nach dem Sieg gegen Kaiserslautern (4:3) und dem Remis in Bielefeld (0:0) gegen Favorit Leipzig trotzdem gut schlagen kann? "Ich werde den Jungs natürlich die Daumen drücken und im Stadion sein", sagt Demirbay. "Aber falls wir gegen Leipzig verlieren sollten, wäre das kein Rückschlag." Ganz böse ist Demirbay also nicht, erst ab der Woche darauf (17. April bei Greuther Fürth) wieder dabei sein zu können.

Quelle: RP
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