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Fortuna Düsseldorf
Akpoguma alles andere als Ersatz

Fortuna Düsseldorf: Kevin Akpoguma alles andere als Ersatz
Voller Einsatz bei Kevin Akpoguma FOTO: dpa, rwe nic
Düsseldorf. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger, der für den verletzten Alexander Madlung zum Einsatz kommt, zeigt bei der 1:3-Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten Leipzig eine durchaus ansprechende Leistung. Von Thomas Schulze

Friedhelm Funkel bleibt sich und seiner Linie treu. Er sieht die Stärken seiner Spieler, stärkt ihr Selbstbewusstsein und vertraut ihnen. Auch Kevin Akpoguma. Der 20 Jahre alte Defensivspieler, der im Sommer für zwei Jahre vom Bundesligisten ausgeliehen worden war, kam in dieser Saison überhaupt nicht zum Zug.

 

 

"Mir ist wichtig, dass ich spiele"

393 Minuten hatte er in den 28 Zweitliga-Begegnungen mitwirken dürfen (von 2520 möglichen). Dabei war der talentierte Nachwuchsspieler, der mit der U19-Nationalmannschaft Europameister war, extra an den Rhein gewechselt, um Spielpraxis zu sammeln. "Mir ist wichtig, dass ich spiele", hatte er gesagt. "Ich will Erfahrung sammeln und mich weiterentwickeln." Bei Trainer Frank Kramer war das selten der Fall, bei Marco Kurz überhaupt nicht. Der verbannte ihn aus dem Kader in die zweite Mannschaft. "Ich akzeptiere die Meinung der Trainer und versuche, daran zu arbeiten."

Friedhelm Funkel war gegen Leipzig zu drei Umstellungen gezwungen, weil Offensivspieler Kerem Demirbay und Verteidiger Lukas Schmitz nach der fünften gelben Karte gesperrt waren. Zudem fiel Innenverteidiger Alexander Madlung wegen Rückenproblemen aus. "Peter Hermann und ich haben uns was einfallen lassen", hatte Funkel angekündigt. "Mal sehen, wie das funktioniert."

Oliver Fink als zweite Spitze

Oliver Fink spielte wie beim 4:3-Sieg gegen Kaiserslautern als zweite Spitze, Axel Bellinghausen nahm Schmitz' Position ein und Akpoguma kam zentral in der Viererkette neben Kapitän Karim Haggui zu seinem fünften Einsatz von Beginn an. Funkel vertraute möglicherweise auch darauf, dass Akpoguma sicherlich nicht 56 Länderspiele im Nachwuchsbereich absolviert hätte, wenn er nicht über entsprechende Qualitäten verfügen würde. Der lange Schlaks mit nigerianischen Wurzeln machte seine Sache mehr als nur ordentlich. Weder war ihm die fehlende Spielpraxis anzumerken, noch wirkte er wie ein Fremdkörper auf der Position, die er erstmals einnahm. Die ersten Zweikämpfe, die er gewonnen hatte, verliehen ihm die notwendige Sicherheit. Seine Aktionen waren zudem meist einfach und klar.

Die Viererkette hatte es alles andere als leicht, weil die spielerisch stärkste Mannschaft der Liga ständig ihre Positionen in der Offensive wechselte. Marcel Sabitzer und Emil Forsberg unterstützten dabei den enorm schnellen Yussuf Poulsen, dem in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch der Ausgleich glückte, nachdem Fortuna in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren hatte. Nach Wiederbeginn kassierten die Gastgeber zwei weitere Treffer gegen die spielstarken Gäste, wobei Kevin Akpoguma schuldlos war. Sein Comeback ist geglückt - trotz der Niederlage.

Quelle: RP
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