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| 17.25 Uhr

Karnevals-Aktion
Diskussionen um Fortunas Werbeplakate

Fortuna Düsseldorf: Kritik an neuer Werbe-Kampagne
Dieses Plakat steht an der Rotterdamer Straße in Stockum. FOTO: Fortuna Düsseldorf
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf und Ausstatter Uhlsport ernten auf Facebook Häme und Kritik für ihre neue Plakat-Werbung, die sie auf Stellwänden überall in der Stadt zeigen. Dabei könnte hinter der Werbung eine Überraschung stecken. Von Falk Janning

Kritik hagelt es in den Sozialen Netzwerken vor allem für die Frakturschrift, aber auch ein Grammatikfehler stört viele Fans. Zu lesen sind auf den Plakaten - passend zum Beginn der fünften Jahreszeit - Sprüche aus bekannten Karnevalsliedern. "Die Sterne funkele, mir Düsseldorfer schunkele", "Wo der alte Schlossturm steht, da sind wir zuhaus" oder "Was sind die Farben, der schönsten Stadt am Rhein" heißt es dort, letzterer Spruch inklusive eines Kommafehlers.

User Thomas Müller schrieb dazu: "Frage mich immer wieder: Wie viele Leute haben da drauf geschaut, bis es fertig produziert da steht? Texter, Grafiker, Kunde, Drucker... Und keiner hat gesehen, dass das Komma falsch ist?" Steffi Heck schrieb: "Da hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Die Schriftart ist fragwürdig, es gibt einen Kommafehler - liest das denn niemand, bevor es gedruckt wird?" Heiko Torner meinte: "Wer Deutscher Meister werden will, sollte sich zumindest mit den Kommaregeln auskennen. Gruselig!" Und mit einem Augenzwinkern fügte er an: "Kommata können Leben retten: 'Kinder, Opa, essen kommen!' Jetzt nehmt mal das zweite Komma raus."

Andere haben freilich ganz andere Empfindungen, wenn sie an dem Plakat vorbeifahren, und sehen über den Fehler hinweg. So entgegnete Inge Ölke: "Meine Güte was ist denn hier los? Wenn ich an dem Plakat vorbei fahre fang ich an zu singen und mache mir keine Gedanken über Komma oder Schriftzug." Für Carsten Drees ist "der Spruch mit den Farben eine Super-Idee, wenn der größte Konkurrent am Rhein die selben hat. Ansonsten: Sportliche Auslegung der Zeichensetzung!" Der Verein machte die Druckerei für den Kommafehler verantwortlich. Den Fortunen war der Fehler aufgefallen. Aber: "Die Druckerei hat unsere korrigierte Fassung übersehen", sagte der Klub auf Nachfrage unserer Redaktion.

Kritik gibt es zudem an der Schriftart "Fraktur", die einige in Zusammenhang mit dem Dritten Reich bringen. "Erinnert vom Schrifttyp her an die Nazizeit und das im zeitlichen Zusammenhang zum Jahrestag der Progromnacht. Bitte wieder entfernen!", fordert Markus Krahn. Peter Schmitt sah es so: "Wir lesen, schreiben und quatschen drüber. .... da hat die Propaganda Abteilung von Uhlspott wohl einiges richtig gemacht."

Der Verein selbst äußerte sich ebenfalls zur Diskussion um die Schriftart und erklärte: "Die traditionelle Schrift leitet sich von den Düsseldorfer Karnevalsliederbüchern 'Schellenklänge‘' sowie den Altbierbrauereien ab." Laut Fortuna steckt hinter den Plakaten eine Überraschung, die am Samstag zum Karnevalsauftakt vorgestellt werden soll. Vielleicht liegt ja Marcel Marleaux mit seinem Post gar nicht so falsch? Er vermutete hinter der Werbung "eine Anspielung auf ein mögliches Karnevals-Trikot".

Anm. d. Red.: Bei den Zitaten der Facebook-Nutzer haben wir Zeichensetzung und Rechtschreibung wie im Originalpost übernommen. 

 
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