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| 11.14 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Lehren aus dem Pokalspiel gegen Bielefeld ziehen

Fortuna Düsseldorf: Lehren aus dem Pokalspiel gegen Bielefeld
Rouwen Hennings schoss bereits vier Tore in der Liga und zwei im Pokal gegen Bielefeld.
Düsseldorf. Das Pokalduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Arminia Bielefeld liegt gerade einmal zwei Monate zurück. In der ersten Runde gewann Düsseldorf mit 3:1 (0:0) nach Verlängerung. Das Spiel gibt Aufschluss über Stärken und Schwächen. Von Jessica Balleer

Von einem vergangenen Duell auf ein bevorstehendes zu schließen, das ist im Fußball zwar immer schwierig, weil sich die Rahmenbedingungen mit jedem Spieltag, jedem Trainingstag verändern. Doch vor dem zweiten Aufeinandertreffen zwischen Bielefeld und Düsseldorf (Samstag, 13 Uhr) – nun in der Liga – befinden sich beide Vereine in ähnlichen Situationen. Die Stimmung ist nach erfolgreichen Saisonstarts gut. Fortuna ist Tabellenführer, Bielefeld überraschend Vierter. Psychologisch sind die Fortunen nach dem Pokalerfolg wohl leicht im Vorteil. Es gilt nun, die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen.

In der Abwehr

Gerade in der Defensive wird Erfahrung und Übersicht gefordert sein. Denn die Arminia zeichnet sich in dieser Saison durch ihr aggressives Pressing aus. So provozierte sie auch im Pokal die frühen Gelben Karten gegen André Hoffmann und Fortunas Abwehrchef Kaan Ayhan, der in der 115. Minute sogar mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. André Hoffmann schaffte es, die Bälle zu sichern und dann die eigenen Angriffe einzuleiten. Seine überragende Passquote von knapp 90 Prozent wird er wohl zumindest annähernd wieder erreichen müssen, damit die Fortuna erneut gewinnen kann. Bielefeld zeichnet zudem aus, dass es Fehler der gegnerischen Verteidiger eiskalt ausnutzt. Das haben etwa Regensburg und Nürnberg erfahren müssen. Das Pokalspiel gegen die Fortuna war ähnlich umkämpft, es gab viele Strafraumszenen und Fouls: 21 durch Bielefelder, 14 durch Spieler der Fortuna. "Wir müssen sicherer im Aufbau werden, enger stehen", sagte Innenverteidiger Robin Bormuth mit Blick auf das, was Düsseldorfs Abwehr noch verbessern muss. Das sollte auch in diesem Zweitliga-Duell die Marschroute sein. Denn statistisch gesehen agierten beide Teams im Pokal noch auf Augenhöhe.

Im Mittelfeld

Ballbesitz (49:51 Prozent), angekommene Pässe (481/499) und das Eckenverhältnis (4/5) waren in der Pokalpartie sehr ausgegelichen. Doch ist Bielefeld in dieser Saison das mit Abstand laufstärkste Team der 2. Bundesliga. Dementsprechend viele Kilometer werden auch die Fortunen zurücklegen müssen, um nicht überrannt zu werden und die Tabellenführung zu verteidigen. Im Pokal konnte Marcel Sobottka seine Aufgaben im defensiven Mittelfeld noch schnörkellos, aber wie immer sicher erledigen. Er zeigte, warum er bislang als einziger Spieler jede Minute auf dem Platz gestanden hat. Doch nun droht er mit muskulären Problemen auszufallen. Wichtig wird es darum sein, dass Oliver Fink seine Erfahrung auf den Platz bringt, Lauf- und Passwege des Gastgebers antizipiert und zustellt. Nach der Länderspielpause sollten die Akkus dafür gut genug gefüllt sein: "Die Pause ist wichtig für Körper und Kopf", hatte Bormuth am vergangenen Wochenende noch gesagt. Da das Team von Bielefeld-Coach Jeff Saibene sechs seiner bisherigen 15 Tore in den letzten zehn Minuten vor Abpfiff erzielte, wird Friedhelm Funkels Team auch die Konzentration bis zum Ende hochhalten müssen und Ausdauer beweisen müssen.

Im Angriff

Im Pokalspiel gab Bielefeld insgesamt 14, Düsseldorf 19 Torschüsse ab. Hinter einer Personalie dürfte es im Angriff eigentlich kein Fragezeichen geben: Stürmer Rouwen Hennings. Er belebte das Pokalduell. Trainer Funkel wechselte ihn erst in der 61. Minute für Emir Kujovic ein. Hennings provozierte nach nur sechs Minuten auf dem Platz einen Bielefelder Fehlpass und schoss das zwischenzeitliche 1:1. Er legte sogar nach. Bei seinem zweiten Treffer verwandelte er einen Pass von Fink, legte dann noch ein Tor auf und wurde so zum Spieler des Spiels. Hennings ist daher ein Top-Favorit für die Startelf. Auch, weil er in den vergangenen drei Partien gegen Bielefeld gleich vier Mal traf. Nachdem Ihlas Bebou den Verein verlassen hat, könnte Hennings mit dem im Pokal ebenfalls positiv aufgefallenen Kujovic stürmen. Zudem ist Florian Neuhaus nun in Düsseldorf angekommen und gut integriert. In Bielefeld hatte er bereits vor zwei Monaten gute Szenen und könnte die gegnerische Abwehr durch seine Aktionen wieder in Bedrängnis bringen.

 
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