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Fortuna Düsseldorf
Schmitz soll die jungen Spieler führen

Porträt: Lukas Schmitz: Der Ex-Schalker bei Fortuna Düsseldorf
Porträt: Lukas Schmitz: Der Ex-Schalker bei Fortuna Düsseldorf FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Noch vor wenigen Wochen standen die Zeichen auf Trennung. Jetzt hat Fortuna den Vertrag mit Lukas Schmitz um zwei Jahre verlängert. Der frühere Champions-League-Spieler soll mehr Verantwortung übernehmen. Von Bernd Jolitz

Die Kehrtwende kam mit Friedhelm Funkel. Für Fortuna ohnehin, denn ohne die Verpflichtung des erfahrenen Trainers wäre der freie Fall in die Dritte Liga kaum noch zu stoppen gewesen. Doch auch für Lukas Schmitz war die Ankunft des vierten Trainers der Saison - zugleich des sechsten, seit der Linksverteidiger im Juli 2014 zu den Düsseldorfern stieß - ein Wendepunkt. Es schien sicher, dass der gebürtige Hattinger nach zwei Jahren im Fortuna-Trikot seine Zelte abbrechen würde, doch gestern unterzeichnete der 27-Jährige einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.

"Ich freue mich und bin stolz, dass ich auch in den kommenden Jahren das Fortuna-Trikot tragen werde und den Weg mit Verein, Trainerteam und Mannschaft weitergehen kann", gab Schmitz zu Protokoll. Derart viel Herzblut war in seinem Spiel freilich nicht immer zu erkennen. Der Mann, der so viel Gefühl und zugleich Wucht in seinem linken Fuß hat, erwischte unter dem damaligen Coach Oliver Reck zwar einen guten Start, wurde gemeinsam mit Axel Bellinghausen zu einem effektiven und bestens harmonierenden Duo auf der linken Außenbahn.

Als Fortunas Formkurve aber insgesamt nach unten abknickte, gelang es Schmitz nicht, dagegenzuhalten - obwohl er mit seiner Bundesliga- und sogar Champions-League-Erfahrung (acht Einsätze für Schalke 04 in er Saison 2010/11) dafür prädestiniert gewesen wäre. Ganz bitter wurde es für ihn in seiner zweiten Saison, als er mit dem neuen Trainer Frank Kramer überhaupt nicht zurechtkam, zeitweise nicht einmal mehr im Kader stand. Kramer warf Schmitz in erster Linie vor, nicht mit voller Professionalität bei der Sache zu sein. Das sah dieser zwar ganz anders, verstand es aber nicht, den Coach und viele im Umfeld davon zu überzeugen, kein "Bruder Leichtfuß" zu sein.

Zwar kehrte Schmitz nach Kramers Ablösung sofort wieder ins Team zurück - wie wertvoll er für Fortuna sein kann, deutete er aber erst seit Funkels Amtsantritt wieder wirklich an. "Wir haben mit Lukas noch einiges vor", sagte der Chefcoach im RP-Interview, und nach Schmitz' Vertragsunterzeichnung fügte er an: "Wir sind froh, dass wir in Lukas einen weiteren gestandenen Spieler an uns binden konnten. Er soll mit seiner Erfahrung aus mehr als 150 Profispielen unseren Weg des Aufbaus mitgestalten und die jüngeren Spieler unterstützen."

Funkels Rezept, alles aus Schmitz herauszuholen, besteht also darin, ihm viel Verantwortung zu übertragen. Eine Aufgabe, die für einen Profi seiner Intelligenz maßgeschneidert ist. Und der Wohlfühlfaktor ist für ihn bei Fortuna ohnehin gegeben: "Ich bin 30 Kilometer Luftlinie von hier aufgewachsen und fühle mich einfach heimisch."

Quelle: RP
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