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Fortuna Düsseldorf
Sobottka räumt vor Fortunas Abwehr auf

Das ist Marcel Sobottka
Das ist Marcel Sobottka FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Die beiden routinierten Sechser fallen gegen St. Pauli aus. Adam Bodzek ist gesperrt, Oliver Fink verletzt. Trainer Friedhelm Funkel bringt den 21 Jahre alten Marcel Sobottka als Staubsauger vor der Viererkette und ändert das System. Von Thomas Schulze

Der erste große Wunsch ist Wirklichkeit geworden; damit auch der zweite in Erfüllung geht, arbeitet er hart. Marcel Sobottka ist am Montag zum ersten Mal Vater geworden. Seine Freundin Jacqueline brachte eine gesunde Tochter zur Welt. Das ist für ihn aber kein Grund, sich zurück zu lehnen und zu feiern, sondern Ansporn, um auch beruflich voran zu kommen. In den nächsten vier, fünf Wochen kann er auf dem Weg einen weiteren großen Schritt machen, indem er mit Fortuna den Klassenerhalt feiert. Marcel Sobottka, der am Montag 22 Jahre alt wird, kann seinen Teil dazu beitragen, denn er wird morgen gegen den FC St. Pauli mitwirken.

Zwei Routiniers fallen aus. Adam Bodzek ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt und Oliver Fink laboriert an einer Leistenverletzung. Damit stehen gleich zwei Sechser nicht zur Verfügung. Trainer Friedhelm Funkel ist aber zuversichtlich, die richtigen Lösungen zu finden.

Der Coach ist kein Freund gravierender Veränderungen, sondern schenkt den Spielern großes Vertrauen und versucht so, ihnen die Unsicherheit zu nehmen. Das spricht dafür , dass Marcel Sobottka und Christian Gartner einfach die Positionen von Bodzek und Fink übernehmen.

Fortuna stellt Robert Schäfer vor FOTO: Falk Janning

Es würde sogar die Möglichkeit einer kleinen taktischen Veränderung eröffnen. So könnte Gartner seine Rolle auch offensiver interpretieren, und aus dem bisher favorisierten 4-2-3-1-System könnte auch ein 4-1-4-1 werden mit Marcel Sobottka als "Staubsauger" vor der Viererkette. Derlei taktische Varianten sind Sobottka nicht fremd, für ihn aber zweitrangig. Zunächst einmal brennt er auf seinen Einsatz. "Wenn ich spielen sollte, bin ich da und gebe alles", sagt er. "Ich werde ohne Angst auf den Platz gehen und den Moment genießen."

Sobottka, der im Sommer zur Fortuna kam, ist auf Schalke groß geworden. Die Arbeitermentalität liegt ihm. Entsprechend kämpferisch gibt er sich: "Wir wissen, dass die Fans hinter uns stehen und werden uns den Arsch aufreißen. Wir müssen punkten, egal wie, und wenn es durch ein Tor in der 90. Minute ist." Dass der nur wenige Wochen ältere Christian Gartner sein Nebenspieler sein könnte, freut ihn: "Mit ihm komme ich gut klar, das ist ein super Junge, der richtig gut kicken kann."

In der zuletzt anfälligen Abwehr deutet alles darauf hin, dass Karim Haggui ("Ich will der Mannschaft helfen, mit aller Macht das Ziel zu erreichen") den Vorzug gegenüber Alexander Madlung erhalten, jedoch Lukas Schmitz für den zuletzt formschwachen Axel Bellinghausen die linke Seite dicht machen wird.

So könnte Fortuna spielen: Rensing - Schauerte, Akpoguma, Haggui, Schmitz - Sobottka - Mavrias, Gartner, Demirbay, Sararer - Djurdjic.

Quelle: RP
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