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| 13.58 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Sobottka spielt und spielt und spielt

Das ist Marcel Sobottka
Das ist Marcel Sobottka FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Das Aufstellungskarussell bei der Fortuna dreht sich. Für Trainer Friedhelm Funkel (63) gibt es aber eine Konstante: Marcel Sobottka. Nur der Mittelfeldspieler hat bisher jede Minute gespielt. Gegen den MSV Duisburg bewies er erneut, warum. Von Jessica Balleer

Rückblickend erweist sich der 17. Juli 2015 als ziemlich perfekter Tag für Fortuna Düsseldorf. An jenem Freitag vor etwas mehr als zwei Jahren nämlich, da verkaufte der Bundesligist FC Schalke 04 den damals 21 Jahre alten Marcel Sobottka an die Fortuna. Einen defensiven Mittelfeldspieler, dem Schalkes damaliger Manager Horst Heldt "keine Spielpraxis" garantieren konnte. Einen Spieler, in dem Düsseldorfs damaliger Manager Rachid Azzouzi einen "hochtalentierten Mittelfeldspieler" mit Potenzial sah.

Sobottka absolvierte in seiner ersten Spielzeit für Fortuna gleich 15 Zweitliga-Partien. In der vergangenen Saison kam er unter Friedhelm Funkel sogar auf 28 Begegnungen. Der defensive Mittelfeldspieler schoss drei Tore und erreichte den zweitbesten Notenschnitt aller Profis (3,01), hinter Torwart Michael Rensing. Dass die Rot-Weißen in der laufenden Saison die Tabelle anführen, hat auch mit den Top-Leistungen Sobottkas zu tun: Als einziger Spieler blieb er bislang von Funkels Startelf-Rotation verschont. Sobottka hat mittlerweile neun Spiele, und damit rund 810 Spielminuten in den Beinen.

Im Straßenbahn-Derby gegen den MSV Duisburg am Montagabend zeigte Sobottka erneut über 92 Minuten vollen Körpereinsatz. Rund elf Kilometer legte er zurückgelegt. Seine Passquote von knapp 70 Prozent untermauert seine bemerkenswert gute Leistung. Mit insgesamt drei Saisontreffern und einer Torvorlage ist Sobottka – hinter Stürmer Rouwen Hennings – Düsseldorfs Top-Scorer. Dass Fortunas Nummer 31 bereits vier Gelbe Karten gesammelt hat zeigt aber auch, dass er sich in einigen Bereichen noch entwickeln muss.

Zentrale Rolle im Funkelschen System

Als "ganz wichtigen Baustein des Teams" hatte Funkel ihn bereits im Sommer bezeichnet, als der Verein den Vertrag des 23-Jährigen bis 2022 verlängerte. Der Klub konnte damit einen weiteren jungen Spieler langfristig an sich binden. Und das, obwohl der FC Schalke 04 seinen ehemaligen Jugendspieler für gerade einmal 600.000 Euro hätte zurückholen können: Längst liegt sein Marktwert deutlich über dieser Marke. Der gebürtige Gelsenkirchener profitiert dabei auch von dem erfahrenen Coach Funkel (63): Er bekommt das Vertrauen und kann sich im Training stetig weiterentwickeln. 

Spätestens seit dieser Saison wird deutlich, dass Sobottka ein Dreh- und Angelpunkt des Funkelschen Spielsystems ist. Er stabilisiert im defensiven Mittelfeld die Verteidigung, setzt aber immer öfter auch Akzente im Spielaufbau der Fortunen. Sobottka arbeitet zudem an seiner Torgefahr und sucht häufiger den Abschluss. Die Dauerbelastung ist dem 23-Jährigen, der sich selbst als "Perfektionisten" auf dem Fußballfeld bezeichnet, bisher nicht anzumerken. Nach dem Spiel auf St. Pauli am 8. Spieltag aber sagte gab Sobottka nach Abpfiff zu: "Ich habe Respekt vor jedem, der Champions League oder ähnliches spielt, das ist schon hart mit drei Spielen innerhalb einer Woche." 

 

Bis Sobottka mit der Fortuna in die Situation kommt, vermehrt englische Wochen auf dem Spielplan zu haben, ist es aber noch ein weiter Weg. Auch wenn das Team derzeit die Zweite Liga anführt. Auf dem Weg aber hat der 23-jährige Dauerbrenner noch Gelegenheit, sich weiter auszutoben und seine Stärke zu beweisen.

 
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