| 15.26 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kurz' ungewohntes Gefühl und die elendig langen 361 Minuten

2. Liga: Kurz bejubelt Schlusspfiff beim 2:1-Sieg in Freiburg
2. Liga: Kurz bejubelt Schlusspfiff beim 2:1-Sieg in Freiburg FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Bei Fortuna Düsseldorf herrscht nach dem Sieg gegen den SC Freiburg beste Stimmung. Das ist nicht weiter verwunderlich: Trainer Marco Kurz feierte seinen erst vierten Sieg aus den vergangenen 38 Ligaspielen, gleichzeitig wurde Fortunas Torflaute von 361 Minuten beendet.   Von Christoffer Kleindienst
  • Bester Spieler

Lukas Schmitz ist zum ersten Mal in dieser Saison der Spieler des Spiels geworden. Unsere Leser wählten ihn mit 39,0 Prozent der Stimmen an die Spitze unseres Votings. Michael Rensing (24,1), Nikola Djurdjic (18,8), Sercan Sararer (11,2) und Christopher Avevor (6,9) hatten das Nachsehen. 

 
  • Ungewohntes Gefühl

Der Sieg der Fortuna euphorisierte auch Kurz. Der Trainer hatte zuletzt bei seinen Vereinen nur ganz selten etwas zu bejubeln. Lediglich vier Siege feierte er in 38 (!) Ligaspielen. Das bis dato letzte Erfolgserlebnis gab es für ihn am 23. August 2013, da gewann Kurz' FC Ingolstadt 3:2 gegen Arminia Bielefeld. 

Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf FOTO: Christof Wolff
  • Elfmeterkiller?

Michael Rensing hielt auch gegen den SC Freiburg alles fest, was feszuhalten war – beim Handelfmeter von Vincenzo Grifo war er machtlos. Generell ist der Keeper nicht als Elfmeterkiller bekannt: Von 18 Versuchen vereitelte er drei. Kein anderes seiner Teams bekam übrigens mehr Strafstöße gegen sich gepfiffen als die Fortuna: Sieben mal zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, lediglich ein Versuch ging nicht ins Tor (24. Mai 2015 gegen den FSV Frankfurt). Zum Vergleich: Der beste Elferkiller der Bundesliga ist Bernd Leno, der auf eine Abwehrquote von fast 50 Prozent kommt.

  • Siegtorschütze

Sercan Sararer hat bekanntermaßen das erste Mal seit dem 31. März 2013 wieder ein Tor erzielt. Wir haben uns seine Treffer in den vergangenen Jahren angeschaut: Wenn Sararer traf, dann hat sein Team in aller Regel auch gewonnen. In über sieben Jahren hat der Flügelspieler 27 Treffer erzielt, lediglich drei von 22 Partien gingen verloren. 

  • 361 Minuten

Apropos Tore: Davon hatten die Fortuna-Fans in den vergangenen Wochen nicht so viele zu sehen bekommen. 361 Minuten, also knapp über sechs Stunden, warteten die Düsseldorfer auf einen eigenen Treffer. Für die jüngeren Leser sollte erwähnt werden, dass Joel Pohjanpalo der bis dato letzte erfolgreiche Torschütze der Fortuna war (1:0 gegen Eintracht Braunschweig).

  • Sprint!

Das Pressing der Fortuna in Freiburg schlug sich auch in den nackten Zahlen nieder: Mit 230 Sprints legte sie einen Spitzenwert hin. Einen besseren Wert wiesen die Düsseldorfer nur gegen den VfL Bochum in der Hinrunde (244) und – raten Sie mal – bei der 0:1-Niederlage gegen Heidenheim auf (238). Kurios: Gegen Freiburg am vierten Spieltag absolvierten die Fortunen auch 230 Sprints. 

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