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Fortuna Düsseldorf
Fortuna-Legende Mauritz ist tot

Fortuna Düsseldorf: Matthias Mauritz ist tot
So trauert Fortuna Düsseldorf um Klubikone Matthias Mauritz. FOTO: Screenshot Fortuna
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf trauert um Matthias "Matthes" Mauritz. Die Klub-Legende verstarb am 21. November 2016 im Alter von 92 Jahren. Auf der Homepage des Zweitligisten war am Dienstagmittag ein Bild des früheren Nationalspielers zu sehen. "Fortuna trauert um Matthias 'Matthes' Mauritz", stand darüber. Von Bernd Jolitz und Ulf May

"Wir alle trauern um einen großen Fortunen, der von uns gegangen ist. Matthes Mauritz war für uns Zeitzeuge unserer Vereinsgeschichte und hat uns immer motiviert, an den Erfolg der Fortuna zu glauben. Sein Optimismus und seine positive Ausstrahlung waren für mich Vorbild, und wir werden sein Andenken stets in Ehren halten", sagte der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer. Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Ernst ergänzte: "Wir haben einen großartigen Menschen und Freund verloren. Matthes Mauritz war immer ein aktiver Teil der Fortuna-Familie."

Mauritz, seit 71 Jahren Mitglied bei der Fortuna, gehörte gleich in drei Sportarten zur deutschen Spitze: Fußball, Tennis und Hockey. Mauritz ist der älteste Debütant in einer deutschen A-Nationalmannschaft – 1959 war das, mit 34 Jahren beim 1:1 gegen Polen in Hamburg. Dieses Länderspiel war einer der Höhepunkte in der Laufbahn des Matthias Mauritz. Und der Dank des legendären Bundestrainers Sepp Herberger an den bis heute vielseitigsten Düsseldorfer Sportler. Weil er glücklich war, bei Olympia 1952 und 1956 auf einen Oberligaspieler wie Mauritz zurückgreifen zu können. Herbergers Versprechen: "Dafür mach ich dich zum A-Nationalspieler."

Deutscher Jugendmeister im Hockey war er mit dem DSC schon 1940 gewesen; dort spielte er auch Tennis. Und Fußball bei Fortuna – anfangs mit acht Spielern aus der Meistermannschaft von 1933, die er beim 3:0 im Endspiel gegen den FC Schalke 04 in Köln auf der Tribüne bejubelt hatte. Paul Janes, später Toni Turek und Jupp Derwall wurden Weggefährten von Mauritz. Halbrechter, dann rechter Läufer und zum Schluss rechter Verteidiger – so nannte man seine Positionen, auf denen er mit Schnelligkeit und Technik bestach.

760 Spiele absolvierte er für Fortuna, 24 Amateur-Länderspiele, 2 B- und 1 A-Länderspiel. Im Tennis erreichte Mauritz Platz elf in der deutschen Rangliste, wurde Niederrheinmeister und viermal Senioren-Europameister. Zudem wurde er Jugend-Nationalspieler im Hockey, lief mehrfach 10,8 Sekunden über 100 Meter. Besonders stolz erzählt er jedoch von seinem Rekordwochenende 1951: Samstag Aufstiegsspiel zur Fußball-Oberliga gegen Marathon Remscheid, Sonntagmorgen Halbfinale zur deutschen Hockeymeisterschaft gegen Club Raffelberg, am Nachmittag Tennis-Medenspiel gegen CHTC Krefeld.

Matthes Mauritz – ein Multitalent für die Ewigkeit.

 

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