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| 11.07 Uhr

Fünf Wege in die Bundesliga
Fortunas Aufstiegs-Szenarien

Fortuna-Profis feiern Derbysieg in Duisburg
Fortuna-Profis feiern Derbysieg in Duisburg FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Trotz der beiden jüngsten Niederlagen hat Fortuna Düsseldorf noch immer sieben Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. Wir rechnen vor, wie der Zweitliga-Spitzenreiter den Aufstieg packen kann - und wann. Von Bernd Jolitz

Manch einen im Lager der Fortuna-Sympathisanten haben die jüngsten Niederlagen in Darmstadt (0:1) und gegen Bochum (1:2) schon wieder nervös gemacht. Sollte die Mannschaft womöglich ihren üppigen Vorsprung auf Platz drei noch verspielen? Ganz abgesehen davon, dass Fortuna ohnehin schon jetzt viel mehr erreicht hat, als ihr vor der Saison jeder zugetraut hatte, ist eine solche Gefahr vermutlich geringer als die, im Kö-Graben ein Krokodil anzutreffen. Die fünf möglichen Szenarien:

  • Der Gar-nicht-Aufstieg Es ist die Variante, die im Grunde nur noch über eine verlorene Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga denkbar wäre. Denn jetzt noch auf Platz vier zu stürzen, ist angesichts von zwölf Punkten Vorsprung auf Ingolstadt bei 15 noch zu vergebenen Zählern trotz des Düsseldorfer Vereinsmottos ("Wir sind Fortuna Düsseldorf, wir können alles") unrealistisch. Dies umso mehr, als die ersten vier - Fortuna, Nürnberg, Kiel und Ingolstadt - allesamt noch gegeneinander spielen und sich so die Punkte wegnehmen.
  • Der zähe Aufstieg Dieser könnte über die Relegation möglich und somit erst am 21. Mai perfekt gemacht werden. Voraussetzung wäre allerdings, dass Nürnberg und Kiel Fortuna noch überholen - was für den Aufsteiger von der Ostsee ein hartes Brot wird. Schon wenn die Düsseldorfer nur zwei ihrer fünf Spiele gewinnen sollten, bräuchte der KSV Holstein vier Siege und ein Remis. Für den Drittletzten der Rückrundentabelle eine unwahrscheinliche Bilanz. An die Ängstlichen: Selbst wenn Fortuna wie in der Hinrunde gegen die nun kommenden fünf Gegner nur zwei Punkte holte, wären die sieben, die Kiel im selben Zeitraum ergatterte, nicht genug.
  • Der schnelle Aufstieg Für Fortuna und ihre Fans wäre nervenschonend, wenn sie die Entscheidung über Platz eins und zwei nicht auf die direkten Duelle mit Kiel (vorletzter Spieltag) und Nürnberg (letzter) vertagte. Deshalb wäre das Spiel bei Dynamo Dresden am 28. April eine zügige Variante. Da danach noch sechs Zähler auszuspielen sind, bräuchte die Truppe von Trainer Friedhelm Funkel sieben Punkte Vorsprung - sprich, sie müsste bis dahin mindestens die gleiche Ausbeute erzielen wie Kiel. Fortunas Gegner heißen Heidenheim (auswärts), Ingolstadt (Heim) und Dresden, Kiel muss nach Dresden und Ingolstadt und erwartet Nürnberg.
  • Der megaschnelle Aufstieg Die frühestmögliche Feierstunde schlägt für die Düsseldorfer Spieler und Fans nach dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am 22. April. Dafür müssten die Rot-Weißen in Heidenheim und gegen Ingolstadt gewinnen, zudem Holstein Kiel am Samstag bei Dynamo Dresden verlieren. Der Vorsprung hätte sich dann auf 13 Zähler ausgeweitet, während der Aufsteiger danach nur noch zwölf einfahren könnte.
  • Der Sofa-Aufstieg Vielleicht das originellste, aber sicher nicht emotionalste Szenario. Es könnte eintreten, wenn Kiel aus Dresden einen Punkt mitbrächte und Fortuna Heidenheim sowie Ingolstadt schlüge. Die Folge wären zwölf Punkte Vorsprung auf Kiel - das 31 Stunden nach dem Ingolstädter Gastspiel in der Arena montagabends (23. April) den 1. FC Nürnberg erwartet. Gelänge dem KSV Holstein dann kein Sieg, würde Fortuna als Fernsehzuschauer auf dem Sofa Erstligist.

Welches Szenario letztlich eintrifft, dürfte Fußball-Düsseldorf fast egal sein. So lange es nicht das erste ist.

Quelle: RP
 
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