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Fortuna Düsseldorf
Fortunas Nationalspieler bereiten auch Sorgen

Fortuna Düsseldorf: Nationalspieler bereiten Stolz und Sorgen
Weil Kaan Ayhan im Spiel so wichtig ist, hätte Fortuna-Coach Friedhelm Funkel ihm im Training am liebsten etwas weniger Belastung gegönnt. FOTO: dpa, mjh hak
Düsseldorf. Gleich fünf Profis aus dem Fortuna-Kader sind derzeit auf Tour mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften. Das macht die Verantwortlichen stolz, bringt aber auch Probleme mit sich.

Kaan Ayhan mit dem A-Team der Türkei, Ihlas Bebou (A-Auswahl Togo), Kevin Akpoguma (deutsche U21), Emmanuel Iyoha (deutsche U20) und Nachwuchstorhüter Justin vom Steeg (U20 der USA) weilen bei ihrer jeweiligen Länderauswahl.

Doch die wertvollen internationalen Erfahrungen - so spielt Bebou an der Seite des früheren Arsenal-Weltstars Emmanuel Adebayor gegen Uganda und Mosambik - haben auch ihre Schattenseiten. So ist Trainer Friedhelm Funkel nicht allzu sehr begeistert über die erneute Berufung Ayhans für die Auswahl des Heimatlandes seiner Eltern. "Natürlich freue ich mich für den Jungen", betont der Chefcoach, "so etwas ist schließlich immer eine große Ehre. Aber ich gebe zu, dass ich Kaan diesmal lieber hier bei uns behalten hätte."

Funkel macht sich ein wenig Sorgen, dass die Belastung für den gebürtigen Gelsenkirchener zu groß werden könne. "Kaan ist mit sehr wenig Spielpraxis zu uns gekommen", berichtet der Trainer. "Dann ist er gegen Bochum und in Braunschweig gleich über 90 Minuten gegangen, gegen den KSC dann immerhin noch über 75. Jetzt wäre es am besten gewesen, ihn im Training ein bisschen rauszunehmen, die Arbeit zu dosieren, damit er am 16. Oktober bei 1860 München wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist."

Stattdessen steht Ayhan nun im Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen die Ukraine (heute in Konya) und auf Island (Sonntag in Reykjavik, jeweils 20.45 Uhr). Und da der türkische Nationaltrainer Fatih Terim große Stücke auf ihn hält, wird er wohl auch spielen - und hoffentlich gesund bleiben.

(jol)
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