Fortuna Düsseldorf - News zu F95
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Vor dem Darmstadt-Spiel
Neue Impulse für Fortunas Trainingsalltag

Düsseldorf. Thomas Kleine und Axel Bellinghausen sind die neuen Taktgeber beim Training. Die Spieler müssen sich an neue Übungen gewöhnen. Von Falk Janning

Es ist mit dem Abgang von Peter Hermann sehr viel leiser geworden auf dem Fortuna-Trainingsplatz. Der Co-Trainer, in persönlichen Gesprächen immer sehr zurückhaltend und ruhig, gab bei den Übungseinheiten im Arena-Sportpark immer lautstarke Kommandos, begleitete jede Aktion der Spieler mit einem Spruch. Mit Leidenschaft ging er in der Rolle als Taktgeber auf dem Düsseldorfer Übungsplatz auf. Dann folgte der 65-Jährige dem Ruf seines Freundes Jupp Heynckes und verließ Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna in Richtung FC Bayern.

Umschalten nach Balleroberung und mit Felderwechsel, zonenorientiertes Pressing, Wechsel zwischen Angriffs- und Mittelfeldpressing – der 65-Jährige griff bei Fortuna auf ein schier unerschöpfliches Repertoire an Spielformen und Übungen zurück, das er wie im Schlaf jederzeit abrufen konnte. "Natürlich ist Peter Hermann ein Verlust, allein schon wegen seiner Art, mit Menschen umzugehen und wegen der ganzen Erfahrungen, die er gesammelt hat. Aber jeder Mensch ist zu ersetzen", sagte Chefcoach Friedhelm Funkel.

Nach seinem Abgang sind nun Thomas Kleine (39) und Axel Bellinghausen (34) federführend für die Trainingsarbeit zuständig, während sich Trainer Friedhelm Funkel wie bislang beobachtend zurückhält. Der Trainingsalltag hat sich dadurch verändert, die Spieler müssen sich in der täglichen Arbeit umgewöhnen, denn mit den neuen Co-Trainern gibt es neue Übungen.

Der Cheftrainer hat viel Vertrauen in seine neuen Assistenten. "Peter und ich wollten Thomas ohnehin zum Trainerteam hinzunehmen, wir hatten ihn ja fünf Wochen lang als Hospitant erlebt. Als Peter dann ging, war deshalb klar, dass Thomas sein Nachfolger wird. Und da wir das Trainerteam ja eigentlich mit Thomas aufstocken wollten, kam die Idee, nun eben Axel hinzuzunehmen. Natürlich muss er sich erst einarbeiten, aber er wird das schaffen." Seiner Ansicht nach benötigen Kleine und Bellinghausen keinerlei Eingewöhnungszeit, weil sie die Abläufe im Trainerteam und in der Mannschaft bestens kennen.

Als besonders wertvoll könnte sich die Nähe von Bellinghausen zu seinen ehemaligen Teamkollegen herausstellen, er trotz fehlender Trainererfahrung noch schneller bestimmte Dinge erkennen. Das glaubt auch Funkel. "Von der emotionalen Seite her kann er uns jetzt schon helfen", sagt er. Das Team werde von den neuen Impulsen der beiden profitieren.

Kleine traut sich zu, die großen Fußstapfen auszufüllen: 20 Jahre kenne er Peter Hermann. Er habe sich viel abgeschaut: "Und ich kann auch laut sein."

In den ersten Tagen griff Funkel noch etwas mehr in den praktischen Ablauf ein, als er das bei Hermann getan hatte. "Aber ich bin ganz sicher, dass Thomas das sehr schnell in den Griff bekommt und ich beim Training wieder mehr die Rolle des Beobachters übernehmen kann." Sein wichtigster Part sei dann in der Kabine, wenn er mit den Spielern rede. "Was Peter Hermann anbelangt: Er hat mich fünf Minuten nach dem Abpfiff seines ersten Spiels mit den Bayern angerufen und zum Sieg in Bielefeld gratuliert", ergänzte Funkel. "Es war schön zu hören, wie sehr er sich darüber gefreut hat."

Quelle: RP
 
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