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| 07.17 Uhr

Fortuna-Spieler Niko Gießelmann
"Zwei Spiele in der Saison muss Fürth eben verlieren"

Das ist Niko Gießelmann
Das ist Niko Gießelmann FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Bei Fortuna Düsseldorf ist der vielseitige Niko Gießelmann seit seinem Wechsel von Greuther Fürth im Sommer sehr gut eingeschlagen. Am Sonntag spielt der 25-Jährige als Spitzenreiter gegen seinen Ex-Verein – und der ist das Schlusslicht der Tabelle. Von Bernd Jolitz

Ein Spiel wie jedes andere? Nein, das ist Fortunas Partie bei der Spielvereinigung Greuther Fürth für Niko Gießelmann ganz sicher nicht. Im Gegensatz zu manchen Kollegen aus der Branche, die stets gern einen besonders coolen Eindruck vermitteln, ist der 25-Jährige ehrlich zu sich selbst und gegenüber der Öffentlichkeit. "Ich habe eine sehr schöne Zeit in Fürth erlebt", betont Gießelmann. "Es ist schon schade, wenn ich jetzt sehe, dass es dort gerade gar nicht läuft."

Vier Jahre hat er das grün-weiße Trikot der Spielvereinigung getragen. Wenn er nun am Sonntag ab 13.30 Uhr mit seinem neuen Arbeitgeber Fortuna zum Zweitliga-Duell mit dem aktuellen Tabellenletzten antritt, ist es seine erste Rückkehr nach Fürth, seit er die neue Herausforderung am Rhein gesucht hat. "Ich freue mich sehr darauf", sagt der gebürtige Hannoveraner. "Natürlich kenne ich viele Spieler aus dem aktuellen Fürther Kader sehr gut, aber auch Mitarbeiter des Vereins. Und ich habe in Franken einige Freunde gefunden, die am Sonntag auch ins Stadion kommen wollen."

Sie werden einen Niko Gießelmann erleben, der mit dem Selbstvertrauen eines Spitzenreiters auf den Rasen des Ronhofs läuft, ohne dabei die Nase im Wind zu tragen. "Wir wissen ganz genau, dass es ein schweres Spiel für die Fürther ist", betont er. "Sie haben erst einen Punkt auf dem Konto und müssen daher unbedingt ihr Heimspiel gewinnen. Wir sind deshalb gewarnt. Und so sehr mir die Spielvereinigung immer noch am Herzen liegt: Darauf kann ich am Sonntag keine Rücksicht nehmen. Ich gönne ihr an fast jedem Spieltag wirklich nur das Beste, aber zwei Spiele in der Saison muss sie eben einfach verlieren."

Auf einer wichtigen Position haben sich die Mittelfranken seit Gießelmanns Abschied verändert. Für den glücklosen Janos Radoki sitzt nun der frühere Bremer Co-Trainer Damir Buric auf der Bank. Doch Trainerwechsel waren in Fürth schon nichts Besonderes, als Gießelmann noch das Trikot mit dem Kleeblatt auf der Brust trug: Vier verschiedene Chefcoaches erlebte er in den vier Jahren dort, darunter die auch in Düsseldorf bestens bekannten Frank Kramer und Mike Büskens. Auf seine persönliche Zielsetzung für Sonntag hat diese Personalie keinen Einfluss. "Auch die Tabellenkonstellation nicht", stellt er klar. "Ob wir nun als Spitzenreiter kommen oder nicht: Wir müssen das Selbstvertrauen haben, in Fürth gewinnen zu wollen. Ganz einfach, weil wir das in jedem Spiel wollen."

Er selbst hat allen Grund, selbstbewusst zu sein. Auf Anhieb schaffte Niko Gießelmann den Sprung in die Stammformation – entweder auf der linken Seite der Dreierkette, als Linksverteidiger oder im linken offensiven Mittelfeld. Zudem hat er in sich in der Freistoß-Hierarchie ganz oben etabliert. Nicht allein, weil Fortuna auf diesem Sektor großen Nachholbedarf hatte.

Und wenn nun am Sonntag einer dieser Freistöße im Tor landet? "Dann werden sicher einige Fürther Klubmitarbeiter sauer auf mich sein", sagt der Neu-Düsseldorfer. "Aber meine Freunde würden sich sicher mit mir freuen." Fortunas reiselustige Anhänger sowieso.

Quelle: RP
 
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