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| 15.48 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna nimmt Abschied von Klub-Legende Mauritz

Bilder von der Trauerfeier für "Matthes" Mauritz
Bilder von der Trauerfeier für "Matthes" Mauritz FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Matthias "Matthes" Mauritz war ein sportliches Multitalent. Die Klub-Legende von Fortuna Düsseldorf verstarb am 21. November 2016 im Alter von 92 Jahren. Am Mittwoch fand die Trauerfeier auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof statt.

Alleskönner "Matthes" Mauritz lebte ein beeindruckendes (Sportler-)Leben. Er machte 760 Spiele für Fortuna, 24 Amateur-Länderspiele, 2 B- und 1 A-Länderspiel. Im Tennis erreichte er Platz elf in der deutschen Rangliste. Zudem wurde er Jugend-Nationalspieler im Hockey, lief mehrfach 10,8 Sekunden über 100 Meter.

Die Sportwelt, insbesondere die Fortuna-Familie, hielt den Atem an, als das Vereinsidol mit 92 Jahren starb. "Wir alle trauern um einen großen Fortunen, der von uns gegangen ist. Sein Optimismus und seine positive Ausstrahlung waren für mich Vorbild, und wir werden sein Andenken stets in Ehren halten", sagte der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer.

Die Fans gedachten der Sport-Ikone mit einer besonderen Aktion: Sie zeigten am 14. Spieltag gegen Hannover 96 eine wunderschöne Choreographie in der Esprit-Arena. Mit einer Choreo ganz in Schwarz, zu der auch ein stilisiertes Friedhofslicht mit echter Rauchentwicklung gehörte, ehrten die Fortunen den früheren Nationalspieler. Die Anhänger verabschiedeten sich mit einem "Mach et jot, leeve Jong". Zudem gab es eine Schweigeminute, die Rot-Weißen spielten mit Trauerflor.

Am Mittwoch fand die Trauerfeier für "Matthes" Mauritz statt. Auch die Fortuna-Familie nahm Abschied. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer, Fortuna-Kapitän Oliver Fink, Axel Bellinghausen und der fühere Präsident Peter Frymuth waren unter den Trauergästen. Auch die Ex-Fortunen Egon Köhnen und Gerd Zewe waren gekommen. "Wir haben eine Ikone verloren. Gerne erinnere ich mich an die vielen Stunden, die wir nach den Spielen oben im Klubhaus zusammengesessen haben. Er war ein sehr geselliger Mannsch", sagte Zewe.

"Matthes Mauritz war ein unheimlich liebenswerter Mensch, ihn musste man einfach mögen. Auf ihn passten alle positiven Adjektive, die man sich ausdenken kann", sagte Fink. Auch Bellinghausen beschrieb Mauritz als überaus positiven Menschen. "Zu Matthes fällt mir immer zuerst sein Optimismus und seine Direktheit ein. Er war immer geradeaus. Wenn er in den 2000er-Jahren zu Oberliga- und Regionalligazeiten nach den Heimspielen mit meinem Vater zusammenstand, und ich hatte nicht gut gespielt, dann hat er damit nicht hinter den Berg gehalten und zu mir gesagt: 'Du hast aber scheiße gespielt.' Diese Offenheit habe ich an ihm sehr gemocht."

(jado)
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