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Fortuna Düsseldorf
Yildirim gefällt Fortunas Gesamtpaket

Fortuna Düsseldorf: Özkan Yildirim gefällt Fortunas Gesamtpaket
Von Fortunas neuem Mittelfeldspieler Özkan Yildirim soll auch Torgefahr ausgehen. FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Der 23-Jährige, der vom Bundesligisten Werder Bremen kommt, soll der neue Chef im Düsseldorfer Mittelfeld werden. Der deutsche U21-Nationalspieler ist sicher, dass die Mannschaft funktioniert. Von Bernd Jolitz

Özkan Yildirim ist ein aufmerksamer Beobachter. Als Fortunas neuer Mittelfeld-Regisseur seinen Gesprächspartner begrüßt, zeigt er lächelnd auf dessen T-Shirt und sagt: "Ah, ein Real-Madrid-Freund." Auf die Bemerkung, das Hemd sei als Glücksbringer für die Real-Spieler Cristiano Ronaldo und Pepe im EM-Finale gedacht gewesen, antwortet er: "Und das hat ja zum Glück prima geklappt."

Der Gesprächs-Einstieg ist kein Zufall, wie sich schnell erweist. Yildirim hört interessiert zu, formuliert druckreif, flüchtet sich nicht in Floskeln. Und er weiß trotz seiner erst 23 Jahre ganz genau, was er will. "Werder Bremen hatte mir ein Angebot zur Vertragsverlängerung gemacht", berichtet der deutsche U21-Nationalspieler. "Aber mir war klar, dass ich einen Tapetenwechsel wollte." Dabei habe es Angebote aus der Ersten und Zweiten Liga sowie aus dem Ausland gegeben, aber: "Nach einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer hat mir das Gesamtpaket bei Fortuna am besten gefallen. Ein Umbruch mit vielen jungen Spielern, bei einem Verein, der voll auf mich setzt - das hörte sich einfach gut an."

Seine ersten Eindrücke beim neuen Arbeitgeber bestätigen Yildirim in seiner Entscheidung. "Ich bin bei Fortuna hervorragend aufgenommen worden, aber wir neuen Spieler haben uns auch sofort gut eingebracht", betont er. "Ich bin sicher, dass unsere Mannschaft funktioniert, auch außerhalb des Platzes." Natürlich weiß aber auch er, dass sie vor allem auf dem Spielfeld funktionieren muss. Die ersten 45 Minuten, die er am Samstag im neuen Trikot verbrachte, beim 3:3 gegen den französischen Erstligisten FC Lorient, stimmen ihn zuversichtlich. "Sicher muss ich die Kollegen und ihre Spielweise noch besser kennenlernen, aber der Anfang ist gemacht."

Sein Spiel charakterisiert der gebürtige Niedersachse so, dass er den Ball fordert, so oft es geht. "Ich sehe mich als hängende Spitze oder als Zehner", beschreibt er. "Wenn ich den Ball von einem der Sechser bekomme, möchte ich ihn so schnell wie möglich nach vorn befördern, auch den Abschluss suchen." Dass die Erwartungshaltung der Anhänger an ihn, einen aus der Ersten Liga kommenden Profi, sehr hoch ist, stört ihn nicht weiter: "Das ist doch vollkommen klar. Auf jeden Fall freut es mich schon mal riesig, dass uns so viele Fans ins Trainingslager nach Österreich begleitet haben. Das kannte ich von Werder Bremen in dieser Form nicht."

Gern erzählt Yildirim noch, dass er Linksverteidiger Lukas Schmitz noch aus gemeinsamen Werder-Zeiten kennt - ansonsten möchte er über die Bremer Vergangenheit jedoch am liebsten nicht mehr sprechen. Nicht weil es ihm bei dem Bundesligisten, dessen Stadion nur 50 Kilometer von seinem Heimatort Sulingen entfernt liegt, nicht gefallen hätte. Der 23-Jährige möchte lediglich nicht mehr an die unselige Leisten-Operation zurückdenken, in deren Folge sich eine Schambeinentzündung einstellte, wegen der er ein Jahr lang pausieren musste. Knieprobleme kosteten ihn weitere fünf Monate, doch das alles hat er abgehakt. "Mir geht es gut, seit vier Monaten bin ich vollkommen fit", versichert der Mann, den sie schon seit der E-Jugend "Özi" nennen. "Jetzt geht es nur noch darum, Fortuna mit Leistung und Toren zu helfen. Wir alle wollen es besser machen als in der vergangenen Saison." Die Fans hätten nichts dagegen.

Quelle: RP
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