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| 13.06 Uhr

Fortuna-Verteidiger verletzt
Ohne Gül müsste Funkel gegen Aue improvisieren

Das ist Gökhan Gül
Das ist Gökhan Gül FOTO: Falk Janning
Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel will die Knieverletzung von Innenverteidiger Gökhan Gül aus dem 1:3 gegen Lüttich nicht dramatisieren. Noch steht eine Diagnose aus, aber wegen der Sperren von André Hoffmann und Kaan Ayhan wäre Güls Fehlen beim Liga-Neustart ein großes Problem. Von Jessica Balleer, Marbella

Der Schreck war groß, als Fortunas Innenverteidiger Gökhan Gül nach der Landung von einem Kopfballduell mit einem Schmerzensschrei zu Boden ging. Zu diesem Zeitpunkt lag der Zweitligist im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich mit 1:2 zurück, doch dieser Zwischenstand interessierte nach dem Vorfall ebenso wie das spätere Endresultat von 1:3 kaum noch. Mannschaftsarzt Ulf Blecker stürmte sofort auf den Platz und prüfte die Stabilität von Güls Knie – schließlich ist der Junioren-Nationalspieler beim Rückrunden-Neustart gegen Aue am 24. Januar wegen der Sperren von André Hoffmann und Kaan Ayhan fest eingeplant. Ob Gül wirklich mitmischen kann, ist derzeit offen. Kurz nach Spielende gab Fortuna bekannt, dass der Abwehrspieler sich das Knie überstreckt habe und dass auf den ersten Blick alles stabil wirke. Allerdings müssten die Untersuchungen nach der Rückkehr aus Spanien abgewartet werden.

Trainer Friedhelm Funkel hob die positiven Aspekte des Tages hervor. "Bormuth und Gül haben das sehr gut gemacht", lobte er. "Und wenn Gökhan gegen Aue tatsächlich ausfällt, dann spielt eben ein Anderer auf der Position." Leichter gesagt als getan: Im letzten Ligaspiel des alten Jahres hatten Ayhan und Hoffmann beim 1:0-Sieg in Braunschweig jeweils die fünfte Gelbe Karte gesehen, so dass beide etatmäßigen Innenverteidiger zusehen müssen. Bormuth besitzt längst genügend Routine, dass er in einer solchen Situation problemlos in die Startformation rutscht, Gül ist ein Riesentalent, dem die meisten den Sprung ohne Weiteres zutrauen. Aber ohne den 19-Jährigen wird die Lage kritisch, denn einen weiteren Profi, der den Job in der Abwehrzentrale gelernt hat, hat Fortuna nicht mehr im Kader. Sollte es also für Gül nicht reichen, müsste Funkel dort mit Linksverteidiger Niko Gießelmann oder Mittelfeldspieler Adam Bodzek improvisieren.

Dass die Partie gegen Lüttich am vorletzten Tag des Trainingslagers in Südspanien nach einer halben Stunde kippte, hatte sicherlich viel mit den hohen Belastungen der vergangenen Tage zu tun. So richtig wach wirkten die Düsseldorfer bei Orlando Sas Kopfball zum 1:1 nicht, und drei Minuten später leistete sich der in der Dreierkette mit Bormuth und Gül links aufgebotene Niko Gießelmann einen ungewöhnlichen Fauxpas: Sein Rückpass überraschte Torwart Tim Wiesner, und der Ball rollte zum 1:2 in die linke Torecke. "So ein Fehler wird Niko in der Liga sicher nicht passieren", wiegelte Kapitän Oliver Fink ab. "Da spielt auch Müdigkeit eine Rolle." Härter ging Funkel mit einem anderen Spieler ins Gericht, der vor Paul-José M'Pokus 1:3 den Ball vertändelte. "Dass Takashi Usami den Ball da verliert, darf nicht passieren", sagte der Coach verärgert. "Da muss er den Ball behaupten."

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Insgesamt war der 64-Jährige mit dem Auftritt gegen die Belgier jedoch nicht unzufrieden. "In den ersten 35 Minuten habe ich richtig viele, gute fußballerische Dinge gesehen", kommentierte er. "Aber wir haben auch Fehler gemacht. Und wenn du gegen Erstligisten Fehler machst, dann verlierst du eben." Zur personellen Situation nach dem Wechsel fügte Funkel an: "Wenn alle vier Stürmer ausfallen, dann wird es natürlich eng. Man hat gesehen, dass Karlo Majic noch einiges fehlt." Fink ergänzte: "Wir hatten das Spiel gut im Griff, aber dann haben wir uns durch eigene Fehler zweimal selbst den Ball ins Nest gelegt." Zu Hause bleibt Fortuna nun noch einige Zeit für den Feinschliff, ehe es am 24. Januar in der Meisterschaft weitergeht. Am Mittwoch trainiert die Mannschaft noch ein letztes Mal in Marbella, ehe sie im Anschluss zurück in die Heimat fliegt.

 
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