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| 14.12 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Ohne Hennings geht es nicht

Fortuna Düsseldorf: Ohne Rouwen Hennings geht es nicht
Fortuna braucht die Tore von Stürmer Rouwen Hennings (li.). FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat noch zwei Spiele, um den Abstieg aus der 2. Bundesliga zu verhindern. Die Flingerner brauchen dringend Tore. Aber wer soll sie schießen? Die Antwort kann eigentlich nur Rouwen Hennings heißen, doch der lag am Sonntag wieder flach. Von Jan Dobrick

Zugegeben, Hennings erledigte gegen Würzburg seinen Job nicht. Der Stürmer schoss keine Tore, er sorgte nicht einmal für Gefahr. Und trotzdem ist der 29-Jährige, wenn er denn seine Magenprobleme in den Griff bekommt, der große Hoffnungsträger, wenn es im Saison-Endspurt gegen den 1. FC Nürnberg und Erzgebirge Aue geht. Fortuna braucht die Tore des erfahrenen Knipsers.

"Hennings war läuferisch nicht fit für 90 Minuten"

Es gibt ganz einfach niemanden, der dem Mittelstürmer die Aufgabe abnehmen kann. Emmanuel Iyoha? Nicht durchsetzungsstark genug. Ihlas Bebou? Talentiert aber noch kein Vollstrecker. Oliver Fink? In dieser Spielzeit alles andere als torgefährlich. Özkan Yildirim? Fleißig aber glücklos.

Hennings fehlt, die Kollegen laufen aus FOTO: Falk Janning

Es bleibt Trainer Friedhelm Funkel gar nichts anderes übrig, als auf Hennings zu setzen, der bislang achtmal treffen konnte, dazu kommen drei Vorlagen. Beim 1:1 gegen Würzburg überraschte Funkel die Fans, indem er vorne auf Özkan Yildirim setzte. "Hennings war läuferisch nicht fit für 90 Minuten", erklärte der Übungsleiter seine Entscheidung.

In Nürnberg soll der Angreifer wieder starten

Zuletzt hatte der Angreifer zwei Partien wegen eines Magengeschwürs aussetzen müssen. Trainer und Spieler waren sich über die Leistungsfähigkeit des Angreifers aber anscheinend nicht ganz einig: "Dass ich nicht spiele, hat der Coach eben so entschieden, ich habe mich vernünftig gefühlt", meinte die Leihgabe des englischen FC Burnley. Die gute Nachricht: "Gegen Nürnberg wird er wieder soweit sein", sagte Funkel. Am Sonntag konnte der Stürmer wegen der Magenbeschwerden allerdings nicht trainieren.

"Mut macht, dass wir den Klassenerhalt in der eigenen Hand haben", betonte Hennings nach dem glücklichen Unentschieden in der Esprit-Arena. Durch den Last-Minute-Punkt verließen die Flingerner wieder den Relegationsplatz 16, auf den sie zwischenzeitlich abgerutscht waren.

"Jetzt müssen wir die Kräfte bündeln"

In den Katakomben des Stadions bemühte Hennings Durchhalteparolen: "Jetzt müssen wir die Kräfte bündeln und alles raushauen, was wir noch im Speicher haben", sagte der Fortuna-Profi. "Und wenn wir scheiße spielen und trotzdem gewinnen, ist es mir auch egal", schob er hinterher. Die Enttäuschung nach der kläglichen Leistung gegen Würzburg war groß. In Nürnberg wird "scheiße spielen" definitiv nicht reichen, um Zählbares mitzunehmen.

Manch ein Fan hofft schon auf ein Eigentor der "Clubberer", schließlich profitierte die Fortuna bisher viermal von Slapstick-Einlagen der gegnerischen Abwehrspieler. Auf den Rängen fragt man sich auch, warum Fortuna im Winter nicht noch einen Stürmer verpflichtet hat? Damals lagen die Fortunen im gesicherten Mittelfeld, man sah sich schlicht und einfach gut aufgestellt – eine Fehleinschätzung. Es wird Zeit, dass die magische Glaskugel erfunden wird.

Nun muss es Hennings richten. Die Mannschaft wird nicht drumherumkommen, ihre Abstiegsangst abzulegen und die Flucht nach vorne anzutreten. Apropos "Kräfte bündeln": Vielleicht dürfen Hennings, Bebou und Yildirim ja mal gemeinsam von Beginn an ran. Es wird jedenfalls Zeit für die Abteilung Attacke.

 
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