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Sechs Spiele ohne Sieg
Fortuna plant in Braunschweig die Trendwende

Fortuna Düsseldorf plant bei Eintracht Braunschweig die Trendwende
Florian Neuhaus jubelt nach seinem Treffer zum 2:2 Ausgleich im Hinspiel zum Saisonauftakt. FOTO: dpa, mb vge
Düsseldorf. Heute (18.30 Uhr) ist die letzte Chance, nach sechs sieglosen Spielen in Folge noch einen Erfolg aus dem Jahr 2017 mitzunehmen. Ein Ex-Fortune trifft zum ersten Mal als Braunschweiger auf die Düsseldorfer. Von Falk Janning

Das Spiel Fortuna fährt als Tabellendritter zum Elften aus Braunschweig. Die Elf von Trainer Friedhelm Funkel hat bislang neun Punkte mehr gesammelt als die "Löwen", aber dennoch öfter verloren: Die Rot-Weißen haben bislang vier Niederlagen einstecken müssen, die Gastgeber erst drei. Braunschweig hat dafür in der Hinrunde viele Punkte liegen gelassen, weil es zehnmal nicht über ein Unentschieden hinauskam. Die Eintracht ist damit der Remis-König der Liga. Augenblicklich befindet sich Braunschweig nach einer insgesamt enttäuschenden Hinrunde und vielen verletzten Stammkräften auf dem elften Rang mit acht Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und neun Zählern Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Trainer Torsten Lieberknecht betont, sein Team sei aus dem Abstiegskampf noch nicht heraus.

Die aktuelle Form Für beide Teams ist es das erste Duell nach jeweils zwei Spitzenspielen in Folge: Die Düsseldorfer holten nur einen Punkt aus den Partien beim Tabellenführer Holstein Kiel (2:2) und gegen den 1. FC Nürnberg (0:2), die Braunschweiger strichen aus den schwierigen Spielen beim Bundesligaabsteiger FC Ingolstadt (2:0) und gegen Kiel (0:0) vier Zähler ein und verteidigten so den Vier-Punkte-Vorsprung auf Rang 16. Fortuna wartet seit sechs Zweitliga-Spielen auf einen Sieg, dazu kommen die Niederlagen im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach und im Testspiel gegen Fortuna Köln. Keine Mannschaft in der Liga holte aus den jüngsten sechs Partien weniger Punkte. Die Eintracht kämpfte sich im selben Zeitraum (ein Sieg, vier Remis, eine Niederlage) vom viertletzten Platz wieder etwas näher ans Tabellenmittelfeld heran.

Stärken und Schwächen Braunschweig und Fortuna gehören zu den abwehrstärksten Teams der Liga. Die Gastgeber haben in 17 Partien erst 18 Gegentreffer kassiert. Nur Sandhausen ist mit 17 noch besser. Beim 0:0 gegen Kiel zeigten die Gelb-Blauen in der vergangenen Woche eindrucksvoll ihr Defensivbollwerk. Fortuna ist mit bislang 20 Gegentoren aber auch nicht viel schlechter. Beide Teams haben spielerisch und in der Offensive dennoch einige Luft nach oben. Braunschweig verfügt zudem über ein gutes Konterspiel und eine sehr variable Spielanlage, die in der Lage ist, zwischen verschiedenen Systemen zu wechseln.

Die personelle Lage Bei Fortuna fallen Adam Bodzek, Julian Schauerte und Michael Rensing aus. Den Braunschweigern fehlen die Langzeitverletzten Domi Kumbela (Harriss im Fuß), Joseph Baffo (Kreuzbandriss), Christoffer Nyman (Muskelfaserriss) und Mirko Boland (Innenbandriss am Knie). Ken Reichel ist nach abgesessener Gelbsperre dagegen wieder dabei. Der Kapitän der Eintracht dürfte wieder für Steffen Nkansah ins Team rücken. Reichel, der seit mehr als zehn Jahren das Löwen-Trikot trägt, bestreitet heute Abend sein 300. Spiel für die Eintracht.

Der Trainer Torsten Lieberknecht arbeitet seit 2007 in Braunschweig. Zunächst als Nachwuchs-Koordinator und A-Jugend-Trainer, seit dem Rücktritt von Trainer Benno Möhlmann am 12. Mai 2008 als Coach der ersten Mannschaft. 2009 führte der gebürtige Bad Dürkheimer das Team in die 3. Liga, 2011 in die 2. Liga und 2013 in die 1. Liga. Trotz des direkten Wiederabstiegs behielt Lieberknecht seinen Job.

Der direkte Vergleich Die Zweitliga-Bilanz zwischen den beiden Klubs ist ausgeglichen: Vier Siege stehen vier Niederlagen gegenüber, fünfmal trennten sich die Kontrahenten unentschieden. In Braunschweig hat Fortuna erst einen Zweitliga-Sieg geholt: Am letzten Spieltag der Saison 2015/16 erzielte Kerem Demirbay die beiden Treffer zum Düsseldorfer 2:0-Sieg, der den Klassenerhalt endgültig sicherte.

Das Hinspiel Im Juli bewahrte Florian Neuhaus Fortuna vor einem Fehlstart: Der Zugang erzielte zehn Minuten vor Schluss den Treffer zum 2:2-Endstand und rettete seiner Mannschaft damit wenigstens noch einen Punkt. Vor 25.492 Zuschauern hatte Marcel Sobottka die Düsseldorfer in Führung geschossen (9.), Baffo (35.) und Nyman (60.) dann mit ihren Treffern den Spieß umgedreht.

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Besonderes Beim Hinspiel im Juli stand Özkan Yildirim noch im Kader der Fortuna, am letzten Tag der Transferperiode wechselte er dann nach Braunschweig und trifft nun zum ersten Mal auf seinen Ex-Klub.

Quelle: RP
 
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