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Fortuna Düsseldorf
Duisburger Polizei sucht mit Fotos nach Fortuna-Fans

Diese Fortuna-Fans werden gesucht
Diese Fortuna-Fans werden gesucht FOTO: Polizei Duisburg
Duisburg. Die Polizei Duisburg sucht jetzt mit Bildern nach sechs Männern, die im Verdacht stehen, bei einem Fortuna-Spiel in Duisburg im April einen Ordner geschlagen und getreten zu haben.

Rund um das Spiel war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Ein Fan der Fortuna soll in Duisburg im vergangenen April einen Ordner geschlagen und getreten haben.

Hinweise zur Identifizierung der Männer nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0203/2800 entgegen.

Anfang September hatten Fans der Fortuna der Duisburger Polizei ihre Kritik an den Ereignissen rund um das Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga mitgeteilt.

In dem offenen Gespräch berief sich die Fortuna dabei auf mehr als 100 Gedächtnisprotokolle und Video-Aufnahmen vor den Toren der Duisburger Schauinsland-Arena. Diese hatten die Fortuna-Fans den Verantwortlichen zur Verfügung gestellt.

Dabei rausgekommen sind nach Angaben des Zweitligisten vier Sachverhalte, die gegenüber der Duisburger Polizei angesprochen wurden.

  • Entgegen üblicher Praxis unangekündigte Polizeivorkontrolle inklusive Aufbaus von Gittern und Positionierung von Wasserwerfern, wodurch Druck entstand und Menschen unverschuldet zu Schaden kamen
  • Schließung von Einlasstoren und der Einsatz von Reizgas im Einlassbereich
  • Nicht abgestimmte Pressemitteilungen der Polizei vor dem Spiel und unmittelbar nach Abpfiff
  • Nicht geklärter Wasserwerfer-Einsatz am Bahnhof Duisburg-Schlenk"

Beim Heimspiel der Fortuna gegen den VfB Stuttgart am 12. August (1:0) machte sich die Duisburger Polizei in Düsseldorf ein Bild über das Einsatzkonzept der Fortuna bei Heimspielen.

"Uns war es wichtig, die Erkenntnisse, die wir im Rahmen unserer Aufarbeitung gewonnen haben, direkt gegenüber der Duisburger Polizei vorzubringen – da viele Fortuna-Fans bei den Einlasskontrollen unverschuldet zu Schaden gekommen sind. Wir haben in dem Gespräch angeregt, die vorschnelle Veröffentlichung von Polizeiberichten ohne Prüfung der Gesamtlage zu überdenken", sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer. "Wir danken der Einsatzleitung, dass Sie für dieses Gespräch zur Verfügung stand, die vorgebrachten Beschwerden ernst genommen und sich auch im Vorfeld des Gesprächs intensiv mit den vorgebrachten Sachverhalten und Abläufen auseinandergesetzt hat", sagte Schäfer weiter.

(seeg/hpaw)
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