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Fortuna Düsseldorf
Azzouzi wirbt um Vertrauen in Fortuna

Das ist Rachid Azzouzi
Das ist Rachid Azzouzi FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Zufrieden sei niemand mit der aktuellen Situation, versichert Fortuna Düsseldorfs Sportdirektor Rachid Azzouzi. "Aber ich kann voller Überzeugung sagen, dass ich dem Team vertraue", ergänzt er vor dem Spiel am Sonntag beim SC Freiburg. Von Bernd Jolitz

Nur 15 Treffer in 20 Zweitligaspielen, ein 0:1 in der Heimpartie gegen Heidenheim zum Start in die Rest-Rückrunde, mehr als zwei Monate seit dem letzten erzielten Tor (Joel Pohjanpalo beim 1:0 gegen Braunschweig). Zahlen, die selbst den sonnigsten Gemütern unter Fortunas Anhängern Sorgen bereiten müssen. Grundsätzlich geht das Rachid Azzouzi nicht anders, doch legt Fortunas Sportdirektor Wert darauf, diese Sorgen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. "Niemand kann zufrieden sein mit unserer Offensivleistung gegen Heidenheim", betont er. "Aber es bringt auch nichts, alles zu verteufeln. Sollen wir jetzt sagen: ,Das bringt doch alles nichts, wir geben auf?' So einen Blödsinn gibt es bei mir nicht."

Azzouzis Kampfgeist ist geweckt. Und wenn er den Vorwurf hört, er verbreite Durchhalteparolen, dann feuert ihn das nur noch mehr an. "Wieso Durchhalteparolen? Ich kann voller Überzeugung sagen, dass ich Vertrauen in unsere Mannschaft habe", sagt der 45-Jährige. "Schließlich hatten wir in der Hinrunde noch schwierigere Situationen zu überstehen, und das ist uns gelungen." Man dürfe nicht vergessen, dass Fortuna nach zehn Spieltagen nur sechs Punkte auf dem Konto gehabt habe. "Dann hatte die Mannschaft es kapiert und bekam die Situation in den Griff. Aus den folgenden sieben Partien holte sie neun Zähler. Es gibt keinen Grund, warum ihr das nicht wieder gelingen sollte."

Dabei tut es seiner Zuversicht keinen Abbruch, dass der nächste Gegner zur härtesten Kategorie gehört. Am Sonntag um 13.30 Uhr gastiert Fortuna beim SC Freiburg, und der ist trotz der jüngsten 0:2-Pleite in Bochum noch immer Tabellenzweiter. "Das heißt doch nur, dass wir gegen einen sehr, sehr guten Gegner erneut die Chance haben, etwas Zählbares zu holen", betont Azzouzi. "Dass wir dafür nach vorn besser spielen müssen als gegen Heidenheim, versteht sich von selbst."

Aufsichtsrats-Chef Ernst beobachtet Fortuna-Training FOTO: Falk Janning

Wie allerdings soll eine solche Verbesserung bewerkstelligt werden? Eine konkrete Antwort darauf bleibt auch der Sportdirektor schuldig. "Da ist die ganze Mannschaft gefragt, nicht nur die Stürmer", sagt er lediglich. "In der Defensive ist uns während der Hinrunde ja auch eine Stabilisierung gelungen. Warum sollen wir das jetzt nicht im Offensivspiel schaffen?"

Zuversicht, die nicht mehr viele unter den leidgeprüften Düsseldorfer Anhängern teilen. Vor allem deshalb, da die Fans nicht das gleiche Vertrauen in die - derzeit verschütteten - Qualitäten der Profis haben wie der Sportdirektor, der das Problem vor allem in den Köpfen der Spieler sieht. "Natürlich definieren sich Angreifer in erster Linie über Tore", erklärt Azzouzi. "Deshalb dürfen sie aber nicht so lange wegen verpasster Chancen mit sich hadern, wie das derzeit oft geschieht. Solche Dinge müssen sofort abgehakt werden, und weiter geht's."

Ein Erfolg beim Aufstiegsfavoriten Freiburg wäre das richtige Medikament für die Spielerköpfe. Jetzt muss man nur noch daran glauben.

Quelle: RP
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