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| 20.01 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Rechts ist die Rangfolge geklärt

Das ist Jean Zimmer
Das ist Jean Zimmer FOTO: Fortuna Düsseldorf/Twitter
Düsseldorf. Fortuna steht in der 2. Bundesliga an der Tabellenspitze. Von den aktuellen Erfolgen profitieren aber nicht alle. Jerome Kiesewetter und Julian Schauerte mussten sich in Sandhausen von der Bank aus ansehen, wie Konkurrent Jean Zimmer glänzte. Von Jan Dobrick

Sollte Trainer Friedhelm Funkel nicht das Spielsystem wechseln, sieht es für Jerome Kiesewetter und Julian Schauerte düster aus. Fortuna läuft in dieser Saison in einem 3-5-2 auf. Bedeutet: Auf der rechten Außenbahn ist nur Platz für einen Flügelspieler. Und der heißt Jean Zimmer.

Funkel setzt auf den Leihspieler aus Stuttgart, seit dieser Anfang August in Düsseldorf aufschlug. Er könne Fortuna sofort helfen, betonte der 23-Jährige bei seiner Vorstellung am 10. August. Und er durfte auch direkt mitmischen. Mittwochs kam Zimmer an, donnerstags trainierte er erstmals, samstags spielte er im Pokal in Bielefeld.

"Das Gefühl kostet man gerne aus"

Trainer Funkel sagte zu der Verpflichtung: "Seine Konkurrenten Schauerte und Kiesewetter sind beide gut. Aber wir wollen natürlich, dass sie noch besser werden." Stellt sich nur die Frage: Bekommen sie überhaupt eine Chance, sich zu beweisen, wenn Zimmer seine Form hält? Sinn würde es nicht machen, den neuen Leistungsträger auszubremsen.

Drei Spiele hat der gebürtige Pfälzer jetzt gemacht, dreimal gingen die Düsseldorfer als Sieger vom Platz – in Bielefeld (3:1), gegen Kaiserslautern (2:0) und in Sandhausen (2:1). Zimmer hielt dabei nicht nur seine Seite dicht, er kurbelte auch das Offensivspiel der Fortunen an. Gegen seinen Ex-Klub Kaiserslautern legte er das 2:0 vor, in Sandhausen das 1:1. Er gewann am Sonntag 75 Prozent der Zweikämpfe, 85 Prozent seiner Pässe erreichten den Nebenmann.

"Ich hoffe, ich bin der Top-Transfer, der explodiert"

Kiesewetter und Schauerte müssen sich strecken, um 2017/18 nicht nur im Arena-Sportpark auf dem Rasen zu stehen. Vor allem für Kiesewetter, der seinem erfahreneren Kollegen in der Vorbereitung mit großem Einsatz den Rang abgelaufen hatte, ist das ärgerlich. In der vergangenen Spielzeit kam er nicht über den Status des Ergänzungsspieler hinaus (22 Spiele/808 Minuten), schulte sogar zum Rechtsverteidiger um.

Dann schaltete der 24-Jährige im Trainingslager in Maria Alm in den Vollgas-Modus. Er überzeugte in den Testspielen gegen Brighton & Hove Albion und FC Zbrojovka Brünn. Es verwunderte niemanden, dass Funkel ihm zum Saisonstart gegen Braunschweig (2:2) den Vorzug gab. Gegen Aue (2:0) rutschte Kiesewetter in die Startelf, weil Havard Nielsen kurzfristig ausfiel. Die drei Spiele danach gab's nicht mal mehr einen Kurzeinsatz.

Sandhausen - Fortuna: Einzelkritik FOTO: dpa, ua pat

"Ich hoffe, ich bin der Top-Transfer, der explodiert. Von mir kann man diese Saison hoffentlich mehr Einsatzzeiten und mehr Tor-Beteiligungen erwarten", hatte Kiesewetter vor dem Saisonstart der "Bild" gesagt. Doch die Situation hat sich seit der Ankunft von Zimmer um 180 Grad gedreht. Es könnten sogar deutlich weniger Spielanteile werden. Auch Schauerte braucht viel Geduld und herausragende Trainingsleistungen, um es zurück auf den Platz zu schaffen.

Fortuna ist personell deutlich breiter aufgestellt als 2016/17 und auf jeder Position mindestens doppelt besetzt. Özkan Yildirim hat es bislang noch nicht einmal in den Kader geschafft. Sogar Top-Torjäger Rouwen Hennings muss zwischenzeitlich auf die Bank. Auf Einzelschicksale kann der Trainer keine Rücksicht nehmen.

 
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