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| 09.57 Uhr

Fortunas Vorstandsvorsitzender
Schäfer fordert mehr Mut

Das ist Robert Schäfer
Das ist Robert Schäfer FOTO: Endermann
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer steht fest zu Trainer Friedhelm Funkel. Die sportliche Krise beeinträchtigt die Zukunftsplanungen. Von Bernd Jolitz

Das Würzburg-Spiel, so gibt Robert Schäfer zu, sei eine böse Überraschung gewesen. "Unsere Mannschaft hat selbst bei den Niederlagen gegen St. Pauli und in Hannover zumindest stellenweise mutig und ohne Angst gespielt", sagt Fortunas Vorstandsvorsitzender. "Ich dachte, die positive Zuwendung und Unterstützung, die sie zuvor von allen Seiten erfahren hatte, würde ihr Stärke geben. Davon war aber gegen Würzburg nie etwas zu sehen."

Nachvollziehbar und richtig also, dass die Klubführung sich nach dem glücklichen 1:1 im Kellerduell, das erst Julian Schauertes kurioser Freistoßtreffer in der Schlussminute gesichert hatte, zusammensetzte "und ganz deutlich alles angesprochen hat, was uns in der aktuellen Situation weiterbringen kann". Eine Abstimmung über eine Beurlaubung von Trainer Friedhelm Funkel, die schnell als Gerücht kursierte, habe es jedoch nie gegeben, erst recht keine Spaltung zwischen ihm und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Ernst.

Ernst stützt die Darstellung. "Natürlich haben wir in der Sache alles auf den Tisch gebracht und die Dinge sehr kritisch hinterfragt", berichtet er. "Das ist nach einem solch schlechten Spiel und in einer solchen Lage notwendig und die Pflicht unseres Gremiums." Zum weiteren Vorgehen habe es eine klare Marschrichtung des Vorstands gegeben, "und am Ende steht die gemeinsame Linie: Mannschaft und sportliche Leitung müssen alles tun, um den Klassenerhalt zu sichern."

"Es gibt für die Spieler überhaupt keinen Grund Angst zu haben. Wir haben alles in den eigenen Händen. Die Spieler müssen dem Gegner und den Zuschauern vermitteln: Das lassen wir uns von niemandem wegnehmen", meint Schäfer. "Unser Mentaltrainer Axel Zehle hat die Spieler im Vorfeld der Partie noch einmal ganz konkret und intensiv auf die Aufgabe gegen Würzburg vorbereitet. Aber mit dem Anpfiff war davon nichts mehr zu sehen."

Ein Faktum, das Schäfer "gewundert und verärgert" hat. "Würzburg und auch Bielefeld tragen doch viel schwerere Rucksäcke mit sich herum", sagt er. "Dennoch sind beide am Wochenende mutig aufgetreten. Das muss unsere Lehre aus dem Würzburg-Spiel sein: Angst rettet uns nicht, sie bringt uns gar nichts. Wir müssen die verbleibenden Spiele in Nürnberg und gegen Aue mit Mut und Entschlossenheit angehen, dann werden wir auch belohnt."

Schäfer ist fest davon überzeugt, dass Funkel der richtige Mann dafür ist, das Team wieder in die Spur zu setzen. "Er ist unser Trainer und er bleibt unser Trainer", versichert er. So habe das Spiel gezeigt, dass es richtig gewesen sei, Alexander Madlung nicht abzuschreiben, obwohl viel öffentliche Kritik auf den Routinier eingeprasselt sei, und ebenso, den angeschlagenen Rouwen Hennings nicht sofort zu bringen.

Am Sonntag in Nürnberg muss Fortuna ganz anders auftreten. Das weiß auch Schäfer, der nicht zuletzt deshalb mit einer weit besseren Darbietung rechnet, weil es ein Auswärtsspiel ist: "Da waren unsere Auftritte ja meistens ordentlich." Eine Niederlage würde die Situation noch bedrohlicher, das letzte Heimspiel gegen Aue tatsächlich zu einer Art Endspiel werden lassen. Das ist nicht nur sportlich brisant, sondern beeinträchtigt auch die Zukunftsplanungen. Weil der Klassenerhalt noch nicht eingefahren ist, verzögern sich Abschlüsse mit potentiellen neuen Spielern und Sponsoren. "Klar behindert die Tabellenlage die Gespräche", sagt Schäfer. "Das ist ärgerlich, weil es unnötig ist."

Quelle: RP
 
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