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Stürmer wünscht sich mehr Fans
Hennings fordert mehr Unterstützung in der Arena

Fotos: Das ist Rouwen Hennings
Fotos: Das ist Rouwen Hennings FOTO: f95.de
Mettmann. Fortunas Torjäger macht seinem Ärger darüber Luft, dass gegen Fürth nur knapp 24.000 Fans in die Arena kamen. Er wünscht sich von einer sportbegeisterten Stadt wie Düsseldorf mehr Zuspruch im Aufstiegskampf. Von Patrick Scherer

Da hat sich Ärger aufgestaut. Auch mit ein paar Tagen Abstand zum 1:1 gegen Greuther Fürth ist Fortunas Stürmer Rouwen Hennings noch aufgebracht. Dabei geht es ihm weniger um die katastrophalen Platzverhältnisse oder die durchschnittliche Mannschaftsleistung. Vielmehr äußert der 30-Jährige Unverständnis über die Situation auf den Rängen in der Düsseldorfer Arena. "Ich habe mich am Samstag gefragt, warum nur so wenige Zuschauer gekommen sind", sagt Hennings. "Ich verstehe, wenn die Fans bessere Anstoßzeiten fordern. Montagabends oder Freitagnachmittags ist natürlich schlecht. Aber Samstagmittag als Spitzenreiter in einer sportbegeisterten Stadt hätte ich mit mehr als 23.849 gerechnet. Es waren ja keine minus 14 Grad."

Auch Trainer Friedhelm Funkel hatte sich zuletzt zum Zuschauerzuspruch geäußert und darauf gehofft, dass sich auch mal wieder 30.000 oder 40.000 Besucher Richtung Messegelände aufmachen. Die beste Auslastung der Arena in dieser Spielzeit ist schließlich schon ein paar Monate her: Die gab es beim Derby gegen Duisburg an einem Montagabend im Oktober (41.764). Die zweithöchste Besucherzahl folgt dann schon mit gehörigem Abstand: 27.674 an einem Freitagabend im Oktober gegen Darmstadt. Mit 24.887 Zuschauern hat Fortuna aber immerhin den viertbesten Schnitt der Zweiten Liga.

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Dass die Zuschauer beim Unentschieden gegen Fürth die eigene Mannschaft auch noch mit Pfiffen bedachten, bringt Hennings dann richtig in Rage. "Es gibt Spiele, in denen es nicht so gut läuft. Wir sind nicht der FC Bayern. Da steht es eben nicht in jedem Spiel zur Halbzeit schon 3:0", sagt der Torjäger. "Und dass dann bei einem Rückpass so vehement gepfiffen wird in einem Spiel, in dem es nicht so läuft, verstehe ich nicht."

Einmal in Fahrt gekommen, legt Hennings nach: "Vereinzelt hast du immer ein paar Idioten, die seit 50 Jahren da sitzen und von den alten Zeiten und Pokalsiegen träumen. Alle kannst du natürlich nicht glücklich machen. Dass es so viele waren, die gepfiffen haben, fand ich schon komisch. Wir sind schließlich Erster in der Heimtabelle. Da kann man schon anerkennen, dass wir versuchen, in jedem Spiel unser Bestes zu geben. Wir haben uns nicht 0:5 abschlachten lassen, sondern 1:1 gespielt - in einer sehr ausgeglichenen Zweiten Liga. Die Leute sollten begreifen, dass man in dieser Liga auch den Vorletzten nicht einfach so aus dem Stadion schießt."

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Schließlich richtet Hennings noch einen Appell an die fußballinteressierten Düsseldorfer: "Es wäre schön, wenn viele Leute kommen, uns unterstützen und so positiv bleiben, wie sie es über lange Strecken der Saison waren. Wenn man 40.000 hinter sich hat - auch gerade in schwierigen Phasen - ist es einfacher. Das beflügelt. Wenn die Düsseldorfer Erstliga-Fußball sehen wollen, können sie ja auch kommen und uns dabei helfen."

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Vor dem nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 4. März muss Fortuna aber ohnehin erst noch einmal auswärts ran - bei Jahn Regensburg. Dort soll sich immerhin der Rasen in einem besseren Zustand befinden als in Düsseldorf. "Es ist für einen Fußball schöner, auf einem vernünftigen Platz zu spielen, als auf einem Kartoffelacker", sagt Hennings. "Auf einem guten Rasen können wir unsere Stärken einfach besser ausspielen."

Quelle: RP
 
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