Fortuna Düsseldorf

Hennings – der fleißige Torjäger

Fotos: Das ist Rouwen Hennings FOTO: f95.de

Düsseldorf. Rouwen Hennings war bei Fortunas 3:1 gegen Duisburg ebenso wichtig wie der zu Recht allseits gefeierte Benito Raman. Sein Laufpensum ist für einen Mittelstürmer außergewöhnlich hoch.

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Rouwen Hennings ist in Bad Oldesloe geboren. Nur 27 Kilometer von Lübeck entfernt, ein Norddeutscher durch und durch. So leicht lässt sich Fortunas Stürmer folglich nicht aus der Ruhe bringen - erst recht nicht, weil er in seinen zehn Profijahren schon vieles erlebt hat. Und so ertrug Hennings die Lobeshymnen auf seinen Angreiferkollegen Benito Raman nach dem 3:1-Sieg im Zweitligaderby gegen den MSV Duisburg auch ohne einen Funken Neid. Dabei hätte der 30-Jährige, so berechtigt die positiven Kritiken für den kleinen Belgier waren, durchaus seinen Finger erheben können.

Friedhelm Funkel tat genau das für Hennings. "Natürlich hat Benito eine wahnsinnige Laufleistung gezeigt, so wie er das immer getan hat, seit er aus Lüttich zu uns gekommen ist", sagte der Trainer. "Aber seinen Treffer zum 3:0 konnte er nur deshalb so schön erzielen, weil Rouwen ihm den Ball passgenau in den Lauf gespielt hat." Es war nicht die einzige bemerkenswerte Zusammenarbeit des Angreiferduos an diesem denkwürdigen Montagabend. Vor dem 1:0 hatte Raman seinem Kollegen exakt auf den Kopf geflankt, vor dem 2:0 Jean Zimmers waren der Belgier und das Nordlicht nacheinander die entscheidenden Vorbereiter.

Das Arbeitspensum, das Hennings während der Partie abspulte, war nach den Maßstäben eines zentralen Angreifers geradezu enorm. 10,14 Kilometer in 85 Minuten - das ist ein Wert, wie ihn ansonsten nur Außenverteidiger oder Mittelfeldspieler erreichen. Doch Hennings war sich für keinen Meter und kein Kopfballduell zu schade, behinderte die Duisburger Verteidiger immer wieder beim Spielaufbau, behauptete im Angriff die Bälle und leitete sie in aller Regel präzise weiter.

Hennings profitiert derzeit allerdings auch davon, dass seine Kollegen inzwischen besser auf seine Ideen eingehen und die richtigen Laufwege wählen. Auf diese letzte Qualität angesprochen, reagierte der Blondschopf breit grinsend: "Das ist aber schön, dass das auffällt. Natürlich freue ich mich, dass viele meiner Bälle an den richtigen Mann gekommen sind. Das Zusammenspiel wird bei uns immer besser."

So mannschaftsdienlich sich der Stürmer auf dem Feld gegeben hatte, so tat er das auch hinterher. Und bevor allzu viel über seinen Anteil an der Verteidigung der Tabellenführung geredet wurde, sprach er lieber über die Torhüter. "Raphael Wolf ist ein Supertorwart, weil er viel Präsenz ausstrahlt. Wir können ja schon froh sein, eine solche ,Nummer zwei' zu haben", lobte Hennings und malte große Anführungszeichen in die Luft. "Und dann haben wir in Tim Wiesner auch noch eine Bomben-Nummer drei, die alles super gemacht hat."

Einmal in Fahrt, fügte er gar nicht typisch norddeutsch weiteres Lob an: "Der eine oder andere Verein würde sich wünschen, solche Spieler zu haben, die bei uns nur auf der Bank sitzen. Clever gemacht von den Verantwortlichen." 

Quelle: RP

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