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Fortuna Düsseldorf
Für Fortuna geht es nur um den Klassenerhalt

Fortuna Düsseldorf: RP-Redakteure tippen Fortunas Saison
Fortuna muss sich unseren RP-Redakteuren zufolge wieder auf eine harte Saison einstellen. FOTO: Falk Janning/Transfermarkt.de
Düsseldorf. Am Samstag geht's los: Dann startet Zweitligist Fortuna Düsseldorf beim SV Sandhausen in die Saison (15.30 Uhr/Live-Ticker). Vor Beginn der Spielzeit haben unsere Redakteure getippt, wie es für die Rheinländer laufen wird. Von J. Dobrick, B. Jolitz und T. Schulze

Das Ergebnis: Fortuna muss 2016/17 wieder um den Klassenerhalt kämpfen. Ein Redakteur meint sogar, dass es schwierig werden wird, den Abwärtstrend zu stoppen. Die zwei anderen sind sich sicher: Fortuna bleibt in der Liga.

Thomas Schulze: "Es kann nur ein Ziel geben: Abwärtstrend stoppen"

Thomas Schulze FOTO: Krebs, Andreas

Fortuna steht vor einer entscheidenden Saison. Seit dreieinhalb Jahren befindet sich der Verein in einer Abwärtsspirale. Seit der geradezu märchenhaften Bundesliga-Hinrunde 2012 geht es steil bergab. Nach dem Abstieg aus der Erstklassigkeit konnte der Trend nicht gestoppt werden. Vor drei Monaten hat die Mannschaft so gerade noch den Abstieg in die 3. Liga vermieden.

Aus alldem resultiert, dass Fortuna in dieser Saison nur ein ganz großes Ziel haben kann: Abwärtstrend stoppen, Abstieg verhindern! Das wird nicht leicht. Die Liga ist stärker geworden, Fortuna nicht. So stehen beim Auftakt in Sandhausen ausschließlich Spieler auf dem Feld, die bereits in der vergangenen Saison für die Düsseldorfer aufgelaufen sind. Die neuverpflichteten, zwar talentierten, aber jungen Spieler konnten sich keinen Platz in der Elf erkämpfen. Trainer Friedhelm Funkel kommt somit entscheidende Bedeutung zu. Ihm muss es gelingen, die Spieler und die Mannschaft besser zu machen – sonst steigt sie ab.

Bernd Jolitz: "Das junge Team gewinnt den Kampf gegen den Abstieg"

Bernd Jolitz FOTO: RPD_RP-Online

Es wird nicht leicht für Fortuna. Wer etwas anderes behauptet, ist ein Phantast. Chefcoach Friedhelm Funkel hat im Zusammenspiel mit seinem Co-Trainer Peter Hermann und Chefscout Uwe Klein die Maßgabe des Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer befolgt und einen jungen, identifikationsstarken Kader aufgebaut. Der Preis dafür ist Unerfahrenheit, und den wird die Mannschaft in etlichen Partien bezahlen.

Viel hängt von einem erfolgreichen Start ab. Gelingt es der Truppe, aus Sandhausen etwas mitzubringen und anschließend dem turmhohen Favoriten VfB Stuttgart einen mitreißenden Kampf zu liefern, kann das entscheidendes Selbstvertrauen bringen. Legt sie dagegen einen Fehlstart hin, wird dieser das bislang gut funktionierende Konstrukt aus alten Haudegen und unbekümmerten Youngstern einer schweren Belastungsprobe unterziehen. Fortuna wird hart gegen den Abstieg kämpfen, aber sie wird diesen Kampf gewinnen. Am Ende steht Platz zwölf.

Jan Dobrick: "Fortuna zittert am Anfang, nicht am Ende"

Jan Dobrick FOTO: Hans-Juergen Bauer

Fortuna Düsseldorf hat den Reset-Knopf gedrückt, nach einer Katastrophen-Saison den Kader extrem verjüngt. Der Lohn 2016/17 ist ein ruhigerer Schlaf für alle Fortunen. Zumindest in den Nächten vor den letzten Spieltagen der Saison. Die Rheinländer müssen zwar wieder um den Klassenerhalt kämpfen, entscheiden den Kampf aber deutlich früher für sich.

Warum? Weil das junge Team zwar anfangs Lehrgeld bezahlt, sich im Laufe der Saison jedoch einspielt und Mut zeigt, wie ihn Trainer Friedhelm Funkel mit der Zusammenstellung des Kaders schon bewiesen hat. In Özkan Yildirim, Marlon Ritter, Jerome Kiesewetter, Arianit Ferati und Maecky Ngombo verpflichtete der Klub fünf junge Spieler, die Zweitliga-Defensiven alt aussehen lassen können. Wohlgemerkt: können. Denn in der Vorbereitung fehlte es an Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Manch ein eingefleischter Fan dürfte ein Déjà-vu haben, zugegeben. Aber vielleicht kommt ja noch ein Stürmer, der 15 Tore schießen kann.

(jado/jol/ths)
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