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| 20.36 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna schießt sich für die Liga warm

Fortuna siegt 18:0 beim VfL Benrath
Fortuna siegt 18:0 beim VfL Benrath FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Der Zweitligist gewinnt den Test beim vier Klassen tiefer eingestuften VfL Benrath 18:0. Gökhan Güls Wadenverletzung ist nach ersten Untersuchungen offenbar nicht schwerwiegend. Von Bernd Jolitz

Es gibt Dinge, die sind in Sachen Wettervorhersage deutlich verlässlicher als der Hundertjährige Kalender. Zu ihnen gehören die Freundschaftsspiele, die Fußball-Zweitligist Fortuna beim VfL Benrath vereinbart. Was auch immer der VfL anstellt, wie liebevoll er den Rahmen dieser Tests auch gestaltet – es regnet immer in Strömen. So war es stets in den vergangenen Jahren, so war es auch am Dienstagabend. Sportlich ist der Ablauf ähnlich verlässlich: Der Landesligist holt alles aus sich heraus, und am Ende gewinnt doch der Favorit.

Im letzten Test sprang ein sattes 18:0 für Fortuna heraus, mit einem Wermutstropfen: Kurz vor der Pause musste Nachwuchsverteidiger Gökhan Gül mit einer Wadenverletzung vom Feld geführt werden. Der 19-Jährige blieb im tiefen Rasen hängen – zum Glück ergaben erste Untersuchungen, dass es offenbar keine strukturellen Schäden im Knie gab.

Es gab zudem einige Erkenntnisse. Denn Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel hatte zuvor angedeutet, dass in Benrath eher jene Spieler zum Zuge kommen sollten, die in der Vorbereitung weniger Einsatzminuten hatten. Wer nun daraus den Rückschluss ziehen möchte, dass die Startelf von gestern nicht die besten Karten für den Zweitliga-Auftakt gegen Braunschweig hat, der wird sich seine Gedanken um Jerome Kiesewetter und Havard Nielsen machen: Beide spielten gestern von Beginn an, gelten jedoch als echte Alternativen zu Julian Schauerte beziehungsweise Rouwen Hennings. Ob Funkel da anders denkt?

Die Art und Weise, wie vor allem seine Offensivkräfte die Partie angingen, könnte den Coach so oder so noch einmal zum Umdenken bringen. Diese präsentierten sich ausgesprochen spielfreudig und auch torhungrig. So wie der schwedische Nationalstürmer Emir Kujovic, der in seiner ersten Partie von Beginn an nach seinem Premierentreffer richtig auf den Geschmack kam und bis zum Pausenpfiff noch drei weitere Tore anfügte. Aber auch Nielsen, Özkan Yildirim und Davor Lovren brachten sich durch Einsatz und Tempo in Erinnerung – und Axel Bellinghausen bewies erneut, dass er nur den Vollgas-Modus kennt.

Schön für den Trainer, dass sich seine Truppe auch nach dem Wechsel nicht lumpen ließ und weiter kräftig ins Netz traf. Nicht zuletzt Hennings, der den Konkurrenzkampf mit vier Erfolgen annahm. So überbot sie locker die alte Regel, nach der in Testspielen pro Liga Unterschied zwei Treffer Differenz verbucht werden sollten – danach hätte gegen den Landesligisten ein 8:0 genügt. So war es freilich besser fürs Selbstvertrauen, und darum ging es in erster Linie.

 
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