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Fortuna Düsseldorf
Sararer: "Natürlich war es mein Tor"

Sararer erzwingt Eigentor von Keeper Hesl
Sararer erzwingt Eigentor von Keeper Hesl FOTO: dpa, rwe soe
Düsseldorf. 1:0 hat Fortuna Düsseldorf gegen Arminia Bielefeld gewonnen, das Tor des Tages erzielte Wolfgang Hesl. Der Gäste-Keeper lenkte eine Hereingabe Sercan Sararers ins eigene Tor. Alles klar? Nein. Der Deutsch-Türke sah sich selbst als Torschützen. So richtig ernst nahm er die Diskussion aber wohl nicht.  Von Christoffer Kleindienst

Sararer war im Grunde genommen der Sieger in den Verliererwochen der Fortuna. Egal, ob die Düsseldorfer eine Pleite einstecken oder sich mal wieder mit einem Remis begnügen mussten – Sararer zeigte größtenteils noch ansprechende Leistungen. Allerdings war es brotlose Kunst, denn Zählbares sprang bei den Aktionen des Deutsch-Türken nur selten heraus. Tore erzielte er nicht, immerhin kam er während der elf Pflichtspiele vor dem Spiel gegen Bielefeld auf zwei Assists.

Auch im Spiel gegen die Arminia am Freitagabend kam es zu einer Szene, die für ihn in dieser Saison so typisch war: Mit Tempo drang er in den Sechzehner ein, lief durch bis zur Grundlinie und brachte dann das Spielgerät in die Mitte. Es war eine Situation, auf die die Trainer im heutigen Fußball hinarbeiten: die Abwehr ist in Unordnung geraten, die Hereingabe in die Gefahrenzone – im besten Fall in den Rücken der Abwehr – mündet fast immer in einem Torabschluss. Bei der Fortuna war diese Taktik hingegen nur selten von Erfolg geprägt. Bis zum Arminia-Spiel.

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Allerdings verlief es nur bedingt nach Plan. Die scharfe Hereingabe fand lediglich Torhüter Hesl, der mit einer unglücklichen Aktion den Ball per Hacke ins eigene Tor abfälschte. Ohne ihn wäre der Ball vermutlich im Seitenaus gelandet. "Dieses Tor hat er erzwungen", analysierte später Trainer Frank Kramer die Szene. 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wertete den Treffer als Eigentor, Kramers Schützling ging allerdings forscher mit dem Tor des Tages um: "Natürlich war es mein Tor, auch wenn das Glück mit im Spiel war. Ich hatte zwei Gedanken in einem, ich wusste selber nicht, wohin ich schieße." So ganz ernst nahm er die Diskussion aber offenbar nicht, wenig später schob er hinterher, dass es ihm auch egal sei, "vielmehr bin ich erleichtert, dass wir einen ganz wichtigen Sieg eingefahren haben."

Sararer konzenrtierte sich bereits lieber auf die kommenden Wochen. "Wir müssen weiter so engagiert auftreten wie heute und uns nicht auf einer einzigen Leistung ausruhen", warnte der Flügelspieler: "Das war nämlich nur ein kleiner Schritt." Auch sein Coach richtete eher kritische Worte in Richtung seines Tempodribblers. Kramer lobte zwar die Leistung Sararers, mahnte aber auch, dass er diese Qualitäten immer zeigen müsse: "Das hat er auch im Tank. Wenig Schnörkel, dafür zielstrebig muss er spielen. Genau das ist es." Wenn er das beherzigt, wird ihm sicherlich auch die DFL früher oder später sein erstes Tor im Fortuna-Dress anerkennen müssen.

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