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Fortuna Düsseldorf
Sararer – Initiator, Übeltäter, Matchwinner

Sararer erzielt Siegtreffer gegen Freiburg
Sararer erzielt Siegtreffer gegen Freiburg FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Bei Fortuna Düsseldorfs Auswärtssieg beim SC Freiburg war vor allen Dingen Sercan Sararer in aller Munde. Der Flügelspieler zeigte eine gute Leistung und erzielte den Siegtreffer zum 2:1. Allerdings konnte er von Glück sagen, dass er da überhaupt noch auf dem Platz stand.  Von Christoffer Kleindienst

Fast drei Jahre war es her, dass Sararer ein Tor erzielt hatte. Am 31. März 2013 durfte er zum Jubeln ansetzen: Bei der 2:3-Niederlage seiner Fürther gegen Eintracht Frankfurt traf er in der 72. Minute zum Endstand. Den anderen Treffer des Teams erzielte übrigens Nikola Djurdjic, Trainer war damals Frank Kramer – lang ist es her. 

Am 16. Oktober vergangenen Jahres hatte Sararer kurzfristig auf das Ende seiner Durststrecke hoffen dürfen, seine scharfe Hereingabe in der Partie gegen Arminia Bielefeld, die über Wolfgang Hesl ins Tor ging, wurde aber als Eigentor des Keepers gewertet. In Freiburg brauchte er zwar auch wieder die Mithilfe eines Gegenspielers, sein abgefälschter Schuss aus gut 25 Metern war aber eindeutig Sararers Tor. "Mir ist eine große Last vom Herzen gefallen, dass ich nach so langer Zeit mal wieder getroffen habe. Die Mannschaft ist endlich einmal für eine gute Leistung belohnt worden", sagte der 26-Jährige später glücklich.

Tatsächlich war es ein verdienter Auswärtssieg der Fortunen, die von Anfang an mit Leidenschaft gegen die spielstarken Gastgeber angegangen waren. "Ich denke, wir haben von Anfang bis Ende eine gute Leistung gezeigt. Die Leidenschaft war da, das hat man über 90 Minuten gesehen – da muss man auch mal ein Lob für die Mannschaft aussprechen – aber nächste Woche müssen wir das auch bestätigen", analysierte Sararer, der ein wichtiger Baustein für den guten Start in die Partie war. Er war präsent, sorgte mit einigen gelungenen Einzelaktionen dafür, dass das Selbstvertrauen des ganzen Teams stieg. 

Gegen Ende der ersten Halbzeit tauchte er allerdings ein wenig unter, um dann in der zweiten Halbzeit mit einem Negativhighlight wieder in den Fokus zurückzukehren: Nach einem taktischen Foul verlor er kurz die Fassung. Halb schlug, halb schubste er seinen Gegenspieler Amir Abrashi und trat gegen den Freiburger leicht nach. Glück für ihn, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark beide Spieler mit einer Gelben Karte verwarnte: "Es war keine Absicht, ich wollte ihn nicht treffen. Es war mehr eine Abwehrbewegung. Wenn der Schiedsrichter das aber anders auslegt und mir die Rote Karte gezeigt hätte, dann hätte ich mich nicht beschweren dürfen", gab Sararer zu.

Sararer verliert nach taktischem Foul die Nerven FOTO: Sky Screenshot

So erzielte er drei Minuten später den viel umjubelten Siegtreffer und beendete seine Torlosigkeit. Ein Platzverweis hätte beim früheren "Bad Boy" auch eine andere, erfreuliche Serie reißen lassen: Seit dem November 2012, als er Torhüter Raphael Schäfer angespuckt hatte, wurde Sararer nicht mehr vom DFB-Sportgericht gesperrt.

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