| 15.20 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna siegt 2:1 – Hermann feiert perfekten Einstand

FSV Frankfurt - Fortuna
FSV Frankfurt - Fortuna FOTO: dpa, fru htf
Frankfurt. Fortuna Düsseldorf hat sich den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison erkämpft. Gegen den FSV Frankfurt gewann das Team von Interimstrainer Peter Hermann 2:1 (2:0). Zum Ende des Spiels musste es aber noch um den Sieg bangen. Von Bernd Jolitz

Die Stadionregie des FSV Frankfurt hatte sicher an das Heimteam gedacht, als sie kurz vor dem Anpfiff der Zweitliga-Partie gegen Fortuna Düsseldorf Sinniges auflegte: "Tonight's gonna be a good night" – heute Nacht wird es eine gute Nacht werden. Tatsächlich aber hatten Fortunas Profis nach Spielende die deutlich bessere Laune. Sie gewannen die erste Begegnung unter Interimstrainer Peter Hermann, der den Job am Montag nach der Beurlaubung von Chefcoach Frank Kramer übernommen hatte, am Bornheimer Hang mit 2:1. Es war der erste Auswärtssieg der Saison.

 

Von Beginn an war es den Gästen anzumerken, dass sie in der Defensive kompakter stehen und die Frankfurter Angriffe schon in der Entstehung konsequent stören wollten. Die Doppel-Sechs mit dem deutlich verbesserten Julian Koch und dem in die Startelf zurückgekehrten Lukas Schmitz arbeitete intensiv nach hinten mit, Kapitän Karim Haggui organisierte seine Abwehr sicherer als zuletzt. Auffälligster Akteur war in der Defensive allerdings Julian Schauerte, der seine rechte Seite gut bewachte und viel unterwegs war.

Nach vorn tat sich bei beiden Teams allerdings nicht viel – bis zu einer Szene, die die FSV-Profis auf die Palme brachte. In der 22. Minute versuchte Besar Halimi, den Ball aus der Drehung aus dem eigenen Strafraum zu schlagen, trat dabei jedoch Fortunas Angreifer Sercan Sararer gegen die Brust. Unabsichtlich, weil der Frankfurter Sararer gar  nicht sehen konnte, doch danach fragt das Regelwerk nicht. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wollte zunächst weiterspielen lassen, entschied dann jedoch auf Hinweis ihres Assistenten an der Linie, Thomas Stein, auf Strafstoß. Hart, aber vertretbar – und Kerem Demirbay nutzte die Chance zum 0:1.

Demirbay trifft per Elfmeter zum 1:0 FOTO: Christof Wolff

Hermanns Truppe verdiente sich die Führung in der Folgezeit, denn gestützt auf ihre zumeist konzentrierte Defensive wagte sie nun häufiger eigene Angriffe. Bevor jedoch erneut Demirbay nach ganz starker Vorarbeit von Ihlas Bebou auf 0:2 erhöhte, galt es noch, einen ganz schwierigen Moment zu überstehen. Ausgerechnet Demirbay hatte den Ball mit einem völlig überflüssigen Dribbling in der Vorwärtsbewegung verloren, und hätte Torhüter Michael Rensing den anschließenden Schuss Halimis nicht überragend gehalten, wäre es gar nicht zum Doppelpack der Hamburger Leihgabe gekommen.

Die Sicherheit, die der zweite Treffer den Düsseldorfern verlieh, war nach dem Wechsel zunächst deutlich zu sehen. Fortuna stand gut, konterte gefährlich und war so trotz einiger Stockfehler dem 0:3 näher als der FSV dem Anschluss. So in der 64. Minute, als Frankfurts Keeper André Weis Didier Ya Konan anschoss und der Ball von dessen Bein ganz knapp am Kasten vorbeitrudelte. Durch einen sehenswerten 18-Meter-Freistoß von Lukas Gugganig fiel das 1:2 aber doch noch, und so ging es in eine hektische Schlussphase. Sararer und Alexander Madlung vergaben noch Chancen zum 1:3, Demirbay sah schließlich noch die Gelb-Rote Karte. Die Gäste ließen aber in der Defensive wenig Chancen zu und verdienten sich somit den Auswärtserfolg. 

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