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Fortuna Düsseldorf
So langsam muss der Umbruch beendet sein

Fortuna Düsseldorf: So langsam muss der Umbruch beendet sein
Karim Haggui und Axel Bellinghausen während des Spiels der Fortuna gegen Sandhausen. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat gegen den SV Sandhausen die fünfte Niederlage im neunten Spiel kassiert – bei lediglich einem Sieg. Das wirft die Frage auf: Wann wird sich die Mannschaft nach dem Umbruch endlich finden?  Von Christoffer Kleindienst

Kurz vor der aktuellen Spielzeit gab es ein Gespräch mit Trainer Frank Kramer und den Pressevertretern, in dem er gefragt wurde, was er von dem anstehenden Saisonauftakt erwarte. "Ich freue mich total auf die Stimmung. Das ist ja schon etwas anders als in der Vorbereitung. Und ich freue mich darauf, uns als Mannschaft im Ernstfall zu sehen", erklärte Kramer: "Wie reagieren wir? Was wird passieren? Was kommt von den Sachen an, die wir trainiert haben?"

Sechs neue Spieler präsentierte Kramer schließlich im ersten Pflichtspiel der Saison gegen Union Berlin. Der Neustart missglückte nicht – so richtig erfolgreich war er aber auch nicht. Die Fortuna zeigte eine gute Leistung, erzielte aber erst spät den verdienten Ausgleichstreffer. So ging es bei den Düsseldorfern auch in den darauffolgenden Wochen weiter – allerdings ohne die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Im Pokal setzte sich das Team gegen Rot-Weiss Essen im Elfmeterschießen durch, ansonsten mussten Kramer und Co. vor allem einige Niederlagen einstecken. Schlecht war die Leistung der Fortuna nur selten. 

Einzelkritik: Rensing trotz Fehlgriff nicht der Schlechteste FOTO: Falk Janning

Die Kurve zeigt wieder nach unten

Das hat sich aber nun geändert. Ausgerechnet auf den 3:0-Erfolg gegen 1860 München und das furiose Spiel beim Tabellenführer VfL Bochum (1:1) folgten die schwächsten Partien unter Kramer. In Karlsruhe sicherte sich das Team ein schmeichelhaftes Remis, gegen den SV Sandhausen verloren die Fortunen nach einer erschreckend harmlosen Vorstellung 0:1. Das Dilemma der Fortuna verdeutlichte Sandhausen-Trainer Alois Schwartz im Vorfeld des Duells noch einmal deutlich. "Für mich hat Fortuna den stärksten Kader der Liga. Er ist sehr gut zusammengestellt", so der Coach by "Sky": "Ich habe die bisherigen Spiele gesehen. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft noch angreifen wird. Die Düsseldorfer haben außerdem einen tollen Trainer." 

Fortuna - SV Sandhausen FOTO: Falk Janning

Das große "Aber": Das Zwischenergebnis nach neun Spieltagen liest sich verheerend. "Tja, wir haben sechs Punkte aus neun Spielen. Das ist natürlich zu wenig", sagte Kramer nach der verkorksten Heimpartie. Über ein Viertel der Saison ist mittlerweile absolviert, der Erfolg hat sich also nicht eingestellt. Mittlerweile geht der Blick nicht mehr nach oben, sondern eher nach unten. "Wir müssen schauen, dass wir uns stabilisieren und unten herauskämpfen", so Kapitän Karim Haggui. Wie lange diese Mannschaft noch braucht, kann auch Michael Rensing nicht beantworten: "Das muss man abwarten. Wir haben ja schon gesehen, wie wir spielen können. Das müssen wir konstant abrufen." Eben das scheint aber ein Problem zu sein – und der Keeper bringt es auf den Punkt: "Wir haben definitiv zu wenig Punkte."

Die Fakten stimmen einfach nicht mit dem eigentlichen Anspruch des Vereins überein. Mittlerweile werden in Fankreisen Vergleiche zu der katastrophalen Rückrunde 14/15 gezogen, in der die Fortuna reihenweise indisponierte Leistungen gezeigt hatte. "Wichtig ist nun, die Ruhe zu bewahren und hart zu arbeiten", sagte Rensing sichtlich frustriert nach der Sandhausen-Niederlage. Die Aussagen verwandeln sich derzeit allerdings automatisch in Phrasen. Dem Team helfen nur Erfolgserlebnisse. Dann wäre der Umbruch auch automatisch geschafft.

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