| 10.26 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna holt nach Aufholjagd ein 2:2 in Sandhausen

Fortuna erzwingt das 2:2
Fortuna erzwingt das 2:2 FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Zweitligist Fortuna Düsseldorf ist mit einem 2:2 (1:2) beim SV Sandhausen in die Saison in der 2. Bundesliga gestartet. Nach zwölf Minuten lagen die Rheinländer mit 0:2 zurück. Adam Bodzek und ein Eigentor von Daniel Gordon sorgten für den Ausgleich. Özkan Yildirim verletzte sich in der Nachspielzeit am Wadenbeinkopf. Von Bernd Jolitz

Paul Jäger gab sich vor dem Anpfiff zurückhaltend. "Vor Beginn der vergangenen Saison war ich euphorisch und bin es lange geblieben", sagte der Finanzchef von Fortuna Düsseldorf. "Genutzt hat es nichts, deshalb gebe ich lieber keine Prognose ab." Der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhold Ernst hielt es ähnlich: "Ich bin eigentlich immer skeptisch. Auf der anderen Seite ist unser Weg mit vielen jungen Leuten der richtige, und Trainer Friedhelm Funkel hat mit der Mannschaft in der Vorbereitung hervorragend gearbeitet."

Die skeptischen Zwischentöne waren berechtigt: Fortuna verschlief die Anfangsphase ihrer Zweitliga-Auftaktpartie komplett und schaffte erst in der Nachspielzeit ein glückliches 2:2. Ein Eigentor Daniel Gordons nach einer Energieleistung von Lukas Schmitz brachte noch das halbe Happy End.

Keine Überraschungen in der Startelf

In der Startaufstellung blieb jeder Überraschungseffekt aus. Funkel setzte auf die allgemein erwartete Elf, in der zunächst kein einziger Zugang stand. Somit schenkte der Coach tatsächlich dem 18-jährigen Emmanuel Iyoha als einziger Spitze das Vertrauen – die offensivere Variante gegenüber Özkan Yildirim, der als "falsche Neun" hätte agieren können.

 

Das bittere Los, als überzähliger 19. Spieler auf der Tribüne zu sitzen, traf Innenverteidiger Robin Bormuth. Funkel hatte nur als Vorsichtsmaßnahme 19 Mann mit nach Sandhausen genommen, weil Alexander Madlung das Donnerstag-Training hatte abbrechen müssen. Am Morgen vor dem Spiel meldete sich Madlung fit – und dann war es ausgerechnet der erfahrene Innenverteidiger, der in der sechsten Minute einen harmlosen, aus der Distanz abgegebenen Schuss von Korbinian Vollmann ins Netz abfälschte.

Fortuna befand sich noch in der Schockstarre, als Sandhausen gleich das 2:0 nachlegte. Ihlas Bebou unterlief ein kreuzdämliches Foul in der Nähe des Strafraumecks, und nach dem folgerichtigen Freistoß verlor Oliver Fink das Kopfballduell gegen Markus Karl. Nicht einmal 13 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt und Funkels Konzept schon im Eimer. "Wir wollten einen guten Start hinlegen, das ist nicht ganz gelungen. Die ersten 20 Minuten haben wir uns ganz anders vorgestellt", sagte Julian Schauerte.

Adam Bodzek bringt die Fortuna zurück ins Spiel

Hätte nicht Adam Bodzek – einer der Wenigen, die sich nach der chaotischen halben Stunde zu Beginn in Richtung Normalform steigerte – auf 2:1 verkürzt, hätte es bereits zur Pause kaum noch Hoffnung gegeben. Ein wenig wacher als in der ernüchternden ersten Hälfte präsentierte sich Fortuna zwar nach dem Wechsel schon, aber vom Prädikat "zufriedenstellend" war ihre Darbietung dennoch ein gutes Stück entfernt. Besonders auffällig war dabei der phlegmatische Auftritt Christian Gartners im zentralen Mittelfeld, da der Österreicher in der Vorbereitung noch zu den stärksten Akteuren gezählt hatte. Iyoha und Bebou enttäuschten ebenfalls, hatten womöglich doch Probleme mit dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastete.

Özkan Yildirim verletzt sich in der Nachspielzeit am Knie

Die übrigen Fortunen agierten freilich über weite Strecken nur unerheblich besser – und das kurze Aufbäumen nach der Einwechslung von Yildirim und Maecky Ngombo kam zu spät und fiel obendrein zu mager aus. Dass es letztlich dennoch zu einem Punkt reichte, hatte Fortuna vor allem Schmitz zu verdanken, der Innenverteidiger Gordon zu einem Eigentor zwang. Bitter jedoch, dass sich Yildirim kurz vor Schluss am Wadenbeinkopf verletzte und vom Platz getragen werden musste.

"Ob wir zufrieden sind, hängt zum großen Teil von der Diagnose bei der Knieverletzung von Özkan Yildirim ab – hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert. Es war schon sehr unglücklich, dass wir 0:2 hinten lagen – wir wissen, dass wir viel besser verteidigen können", sagte Fink.

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