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Transfers bei der Fortuna
Azzouzi hält sich bedeckt – Lakic ist eine Option

Fortuna Düsseldorf: Srdjan Lakic ist ein Kandidat für die Offensive
Rachid Azzouzi hält sich hinsichtlich Transfers bedeckt. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Offensive hat in der Hinserie enttäuscht – Sportdirektor Rachid Azzouzi hält sich hinsichtlich Verpflichtungen dennoch bedeckt. Srdjan Lakic ist allerdings ein heißer Kandidat für die Fortuna.  Von Christoffer Kleindienst

Vor rund einem Jahr wurden Verstärkungen vehement gefordert. Zu dieser Zeit stand das Team auf dem sechsten Tabellenplatz der 2. Bundesliga, der damalige Sportvorstand Helmut Schulte erklärte voller Zuversicht, dass man keine neuen Spieler brauche. Die Fans forderten dennoch Verstärkungen, die schwache Rückrunde gab ihnen letztlich recht. 

Nun hat die Fortuna ein katastrophales Sportjahr abgeschlossen – und die Stimmen werden immer lauter. Azzouzi dämpft aber dennoch die Hoffnungen auf neue Transfers. "Man kann natürlich immer nach neuen Spielern schreien. Aber wir werden keinen Spieler verpflichten können, der zehn Tore in 15 Spiele macht. Es gibt nicht so häufig Spieler, die im Winter kommen und sofort Erfolg versprechen", erklärt der 43-Jährige: "Wenn du Spieler holst, dann geht für andere Spieler auch ein Stück weit die Tür zu. Das muss man auch mal sehen."

Im Sturm heißt das konkret, dass sich Didier Ya Konan und Joel Pohjanpalo bei einer spielstarken Verstärkung deutlich steigern müssten. Für Mike van Duinen wäre es ein weiterer Rückschlag: Der Niederländer, vor der Saison für 500.000 Euro aus Den Haag geholt und mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet, konnte sich bisher nicht durchsetzen. Der Sprung in den Kader ist derzeit sein bescheidenes Ziel, die Startelf ist in weite Ferne gerückt.

Fortuna Düsseldorf: Die Verträge der Spieler FOTO: Christof Wolff

Azzouzi setzt derweil große Hoffnungen in Pohjanpalo. "Es ist klar, dass wir ein Defizit in der Verwertung der Torchancen haben. Aber man sollte auch ein wenig Geduld aufbringen. So jemand wie Pohjanpalo – da sind wir uns doch einig – kann in einer Saison auch mal 15 oder 16 Tore schießen. Ich bin mir sicher, dass er bessere Leistungen in der Rückrunde zeigen wird", sagt der Sportdirektor, der noch schnell anfügt: "Das gilt auch für die anderen Stürmer."

Mit der Theorie will sich das Umfeld nicht zufrieden geben. Zumindest ein Transfer für die kriselnde Offensive muss wohl getätigt werden – zumal sich derzeit ein erfahrener Profi nach einem neuen Verein umschaut. Der überraschend suspendierte Paderborn-Profi Lakic erfüllt das Anforderungsprofil des erhofften Knipsers: In 86 Zweitliga-Spielen traf er 27 Mal, zehn Tore bereitete er zudem vor. Den neuen Cheftrainer der Düsseldorfer kennt er nur allzu gut: Von 2009 bis 2011 absolvierte der Kroate 60 Partien unter Marco Kurz, 30 Tore sprechen für sich.

Lakic ist eine durchweg realistische Option. Zumindest träumen dürfen die Anhänger der Fortuna derweil von einer Rückkehr des ehemaligen Publikumslieblings Charlison Benschop: Der Niederländer wechselte vor der Saison zu Hannover 96, dort ist er aber nur selten zum Zug gekommen. Nun verpflichtete der Bundesligist Adam Szalai, die Chancen auf Spielminuten sind damit bei Benschop drastisch gesunken. Allerdings wird der 26-Jährige nicht günstig, vor der laufenden Spielzeit verließ er Düsseldorf für die festgeschriebene Ablöse von 1,5 Millionen Euro. Laut dem kommissarischen Vorstandsvorsitzenden Paul Jäger sollen Transfer aber bekanntlich nicht am Geld scheitern. Es gibt also Hoffnung.

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