| 00.00 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna steht mit dem Rücken zur Wand

Fortunas Abschlusstraining vor dem KSC-Spiel
Fortunas Abschlusstraining vor dem KSC-Spiel FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Die Kurz-Truppe muss am Freitag (18.30 Uhr/Live-Ticker) gegen den Karlsruher SC dringend Punkte im Abstiegskampf holen. Der Teamvergleich. Von Falk Janning

Wie ist die Ausgangslage vor dem Spiel? Die Düsseldorfer stehen nach ihren beiden jüngsten Niederlagen als Viertletzter mit dem Rücken zur Wand. 1860 München, der direkte Konkurrent im Kampf um den Klas-senerhalt, rangiert als Drittletzter auf dem Relegationsplatz und ist durch zwei Siege bis auf drei Zähler an die Düsseldorfer herangekommen. Die Gäste aus Karlsruhe sind dagegen als Zehnter ganz entspannt jenseits von Gut und Böse, bei ihnen ist die Luft raus.

Wem gebührt die Favoritenrolle? Keiner Mannschaft, denn beide kämpfen mit ihren Problemen. Es ist schwer einzuschätzen, wie die Heimmannschaft die jüngsten Rückschläge mental verkraftet hat und ob sie in der Lage ist, eine Reaktion zu zeigen. Auf der anderen Seite ist offen, ob es KSC-Coach Markus Kauczinski gelingen wird, seine Schützlinge zu motivieren, nachdem die Aufstiegsplätze endgültig außer Sichtweite geraten sind.

Wer ist in besserer Form? Laut Rückrunden-Tabelle der KSC, der dort Rang sechs einnimmt, Fortuna ist Vierzehnter. Beide Kontrahenten zeigten zuletzt aber fallende Form. Fortuna verlor die Partien gegen den VfL Bochum (1:3) und 1860 München (2:3). Und Karlsruhe kassierte nach fünf Spielen ohne Niederlage (drei Siege, zwei Remis) zu Beginn der englischen Woche beim 1:2 bei Union Berlin seine erste Rückrunden-Niederlage und kam gegen den Vorletzten SC Paderborn nicht über ein 0:0 hinaus.

Wer hat Vorteile in welchem Mannschaftsteil? Bis auf die Torwartposition hat Fortuna derzeit in allen Teamteilen Probleme und ist gegenüber dem KSC im Nachteil. Die Düsseldorfer Abwehr war während der beiden jüngsten Partien nicht im Bilde und kassierte jeweils drei Gegentreffer. Es hätten leicht noch mehr sein können, wenn Keeper Michael Rensing nicht häufig gerettet hätte. Der Angriff ist schon während der gesamten Saison Fortunas Problembereich. Jüngst lief es da auch bei den Gästen nicht. Beim 0:0 gegen Paderborn waren sie zwar optisch überlegen und besser, Chancen aber blieben gänzlich aus. Acht der jüngsten zehn KSC-Tore erzielten Dimitrios Diamantakos und Manuel Torres (je vier).

Wer hat im direkten Vergleich die Nase vorn? Karlsruhe schneidet in den bisherigen 41 Pflichtspielen der beiden Teams (1. und 2. Bundesliga, DFB-Pokal) deutlich besser ab als Fortuna: 13 Düsseldorfer Siegen stehen 17 Niederlagen gegenüber, elfmal trennten sich die Konkurrenten unentschieden. Die Düsseldorfer verloren die beiden jüngsten Begegnungen auf eigenem Platz jeweils 0:2 (am 23. August 2014 unter Trainer Oliver Reck und am 29. November 2013 unter Mike Büskens).

Wie lief das Hinspiel? Die Düsseldorferwaren ihrem ersten Auswärtssieg der Saison nahe. Dann erzielte in der 80. Minute nach einem dicken Patzer von Christian Strohdiek ausgerechnet Jimmy Hoffer den Ausgleich zum 1:1-Endstand. Der frühere Fortune war zuvor zweimal freistehend am überragenden Rensing gescheitert. Die Düsseldorfer Führung hatte Kerem Demirbay per Freistoß erzielt (70.).

Welche Spieler fehlen? Die Fortunen müssen nur auf Emmanuel Iyoha (Aufbautraining) verzichten. Der KSC muss den verletzten Innenverteidiger Daniel Gordon ersetzen. In der Dienstag-Partie gegen Paderborn kam für ihn Bjarne Thoelke in die Mannschaft. Zudem erlitt Mittelfeldspieler Manuel Torres einen Muskelfaserriss und fällt die nächsten vier bis sechs Wochen aus.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf steht mit dem Rücken zur Wand


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.