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Fortuna Düsseldorf
Fortuna sucht in den USA Kooperationspartner

Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003
Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003 FOTO: dpa, bt gfh
Düsseldorf. Der Fortuna-Trainer erteilt allen Spekulationen eine klare Absage. Vor dem Pokalspiel in Hannover spricht er seinen Spielern das Vertrauen aus. Für Wirbel sorgt im Umfeld nur die USA-Reise des Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer. Von Thomas Schulze

Geheim ist anders. Allerdings hat Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer seinen Kurz-Trip in die USA auch nicht an die große Glocke gehängt. Die Notwendigkeit sah er nicht, weil die Gründe für die Reise wenig brisant sind. Gemeinsam mit Robert Palikuca hat er sich am Mittwoch auf den Weg nach Kalifornien gemacht, heute kehren die beiden zurück und werden ihre Erkenntnisse dann in einem Gespräch dem Aufsichtsrat präsentieren.

Einen konkreten Arbeitsauftrag haben sie nicht. Es geht lediglich um eine Kontaktaufnahme, einige Gesprächstermine und das Ausloten verschiedener Möglichkeiten - zum Beispiel eine eventuelle Kooperation mit einem Verein. Deshalb ist Schäfer auch nach Santa Barbara geflogen, wo der Vater von Justin vom Steeg, dem dritten Torhüter Fortunas, als Trainer arbeitet.

Klare Absagen gibt es hingegen in den beiden wichtigsten Bereichen: Fortuna sucht in Übersee keine neuen Spieler und auch keinen Investor. Und auch ein Trainingslager dort scheint zumindest in diesem Winter ausgeschlossen. "Wir fliegen mit Sicherheit nicht in die Türkei", sagte Trainer Friedhelm Funkel, der sein favorisiertes Ziel Portugal aber noch nicht bestätigen mochte. "Darüber werden wir aber in den nächsten zwei Wochen entscheiden."

Auslandsaktivitäten werden von der Deutschen Fußball Liga gern gesehen, von den Fans daheim jedoch kritisch beäugt - vor allem wenn es um den Einstieg ausländischer Investoren geht. Einige Fans äußerten sogleich entsprechende Befürchtungen ob der USA-Reise. Das sei jedoch auf keinen Fall geplant, nicht einmal erwünscht, heißt es seitens der Vereinsführung. Das sei von Vorgängern einmal angedacht worden, aber längst kein Thema mehr.

Noch deutlicher wird Friedhelm Funkel, wenn es um neue Spieler geht. "Ich denke nicht an personelle Verstärkungen im Winter", sagt der Trainer. "Die Spieler sind gut in Form, der Teamgeist ist hervorragend - Stand jetzt. Aber ich gehe auch nicht davon aus, dass sich das ändert."

Funkel vertraut seinen Spielern, und sie zahlen es ihm derzeit mit Punkten zurück. In Hannover geht es morgen (18.30 Uhr) allerdings nicht um Punkte, sondern um das Erreichen des Achtelfinals im DFB-Pokal. "Das ist ein schweres Los auswärts bei einem Bundesliga-Absteiger, aber wir gehen mit Mut und Selbstbewusstsein und dem Wissen in die Partie, dass ein Weiterkommen möglich ist - egal, wie die personelle Besetzung ist."

Die wird sich gegenüber dem 4:0-Sieg gegen Bielefeld ändern. "Alexander Madlung und Kevin Akpoguma werden spielen, das ist ganz klar" sagte der Coach. "Sie sind unser Innenverteidiger-Duo Nummer eins." Gegen Bielefeld hatten die beiden auf der Tribüne gesessen, weil Madlung nach einem Ellenbogencheck für drei Ligaspiele gesperrt ist und Akpoguma in München (3:1) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Madlung wird somit nur am Mittwoch im Pokal zu Einsatz kommen, am Samstag beim Zweitligaspiel in Berlin muss er zum dritten und letzten Mal zuschauen. Dann wird Robin Bormuth wieder spielen. "Für Robin waren es die ersten Spiele. Er hat seine Sache sehr gut gemacht, aber ihm tut die Pause auch vielleicht gut", sagte Funkel.

Quelle: RP
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