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Fortuna Düsseldorf
Ersatzgeschwächte Fortuna sucht keine Ausreden

Fortuna kassiert Tor nach 26 Sekunden
Fortuna kassiert Tor nach 26 Sekunden FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Bei der 0:3-Niederlage gegen Dynamo Dresden sind acht Düsseldorfer 23 oder jünger. Sechs Profis fehlten, davon vier, die im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause sind. Darauf ziehen sich die Profis aber nicht zurück. Von Bernd Jolitz

Die Goldene Brücke stand bereit, aber niemand wollte sie betreten. Sechs Profis fehlten Fortuna Düsseldorf im Heimspiel gegen Dynamo Dresden, davon vier, die im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause sind. Dennoch wollten die Zweitliga-Kicker diesen Umstand nach der 0:3-Niederlage gegen den Aufsteiger nicht als Ausrede heranziehen. "Die Umstellungen waren nicht der Grund", sagte Angreifer Ihlas Bebou. "Wir tauschen im Training immer wieder die Positionen, jeder weiß, was zu tun ist."

Interimskapitän Adam Bodzek bestätigte den 22-Jährigen: "Wir dürfen und werden uns nicht darauf zurückziehen, dass zu viele junge Spieler auf dem Platz gewesen seien. Es hat einfach in unserem ganzen Verbund nicht gestimmt."

Wohltuende Selbstkritik

Fortuna - Dresden: Bilder FOTO: dpa, mjh lof

Die Selbstkritik der Düsseldorfer nach der ersten Heimniederlage der Saison war wohltuend und unterstrich trotz des Ergebnisses den bislang insgesamt so gelungenen Saisonverlauf. Wer keine Ausreden sucht, der ist bereit, an seinen Fehlern zu arbeiten - und das wird Chefcoach Friedhelm Funkel gemeinsam mit dem Team in den Trainingseinheiten ab Dienstag ganz sicher wieder intensiv tun.

Vorab die Erklärung für das 0:3 gegen Dynamo zu finden, ist kein Hexenwerk. Bereits nach 26 Sekunden gelang den Sachsen die Führung, ohne dass Fortuna auch nur einmal in Ballbesitz gekommen wäre. "Und nachdem wir uns in der Pause viel vorgenommen haben, kassieren wir keine fünf Minuten nach Wiederbeginn das 0:3", erklärte Bodzek.

Zu diesem Zeitpunkt war in Lukas Schmitz schon der nächste erfahrene Spieler ausgeschieden. "Ich hatte ein Ziehen im Oberschenkel gespürt und musste raus", erklärte der Linksverteidiger. Für ihn kam der 19-jährige Anderson Lucoqui und senkte das Durchschnittsalter auf 24,4 Jahre. In Anbetracht der Tatsache, dass Michael Rensing (32) und Bodzek (31) den Schnitt kräftig herauftrieben, eine zu grüne Truppe.

"Das war ein weiterer Schritt im Lernprozess für junge, aber auch für ältere Spieler wie mich", befand Stürmer Rouwen Hennings (29). "Die Jungen machen das super, aber in letzter Zeit hatten wir vielleicht doch ein paar Debüts zu viel." Die Länderspielpause kommt Fortuna zum Auskurieren der vielen Verletzungen gerade richtig.

Quelle: RP
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