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Fortuna Düsseldorf
Suche Boss, Trainer und Spieler. Biete nicht viel.

Fortuna Düsseldorf sucht nach Trainer, Spielern und Vorstandsvorsitzendem
Alle nicht mehr bei der Fortuna: Dirk Kall, Frank Kramer und Helmut Schulte (von l. nach r.) FOTO: Christoffer Kleindienst
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf ist derzeit unterbesetzt. Der Verein sucht nach einem Vorstandsvorsitzenden, zudem muss ein neuer Trainer gefunden werden. Außerdem sollen neue Spieler im Winter an den Rhein geködert werden. Die Krux: Momentan ist die Fortuna kein attraktiver Arbeitgeber.  Von Christoffer Kleindienst

Die Suche nach einem Vorstandsvorsitzenden

... zieht sich mittlerweile fast zwei Monate hin. Die Namen, die in der Öffentlichkeit gehandelt werden, sind allseits bekannt: Christoph Metzelder wurde unter anderem genannt, eine renommierte Münchner Personalberatung unterstützt den Aufsichtsrat bei der Suche. Allerdings musste sie schon ein paar Absagen hinnehmen. 

Überraschend ist das nicht. Die Fortuna war in der jüngsten Vergangenheit ein Pulverfass. Nicht nur das Trainerkarussel rotierte kräftig, auch auf Management-Ebene kam es zu Entlassungen. Fortuna befindet sich seit geraumer Zeit in einer sportlichen Krise. Für Prominenz wie Metzelder und Co. gibt es schlichtweg keine Gründe, zur Fortuna zu wechseln. Das Argument, dann in einer schönen Stadt leben zu können, reicht nicht.

Die Suche nach einem Cheftrainer

Auf dem Trainermarkt herrscht eine große Konkurrenz, einen Coach wird die Fortuna also finden. Zumal jemand wie Friedhelm Funkel, der in der jetzigen Situation helfen könnte, bereits Interesse bekundet hat. Finanziell geht es dem Verein gut, daran sollte es also auch nicht scheitern. 

Dabei muss Sportdirektor Rachid Azzouzi, der mit der Suche beauftragt wurde, aber einen Balanceakt bewältigen. Einerseits braucht er einen Trainer, der sofortigen Erfolg verspricht. Andererseits muss der Coach beweisen können, dass er langfristig der Fortuna weiterhelfen kann. Entweder wird das mit dem Hoffenheimer-Modell ermöglicht oder Azzouzi findet den passenden Mann für beide Situationen. "Der kurzfristige Erfolg ist jetzt natürlich wichtig, es darf aber ruhig jemand sein, der längerfristig hier arbeitet", sagte der Sportdirektor

Die Suche nach spielerischer Verstärkung

Dass die Fortuna in der Winterpause personell nachrüsten will, ist hinreichend bekannt. Das Team hat in dieser Saison immer wieder vorne wie hinten enttäuscht, allerdings dürfte in der Offensive die Not - auch rein personell - am größten sein. Spieler wie Charlison Benschop oder Zoltan Stieber sind Kandidaten, die zwar helfen könnten. Aber warum sollten sie zu einem kriselnden Zweitliga-Verein wechseln? Benschops Verbundenheit zum Verein könnte man als Argument gelten lassen, Stiebers früherer Trainer Kramer ist hingegen nicht mehr in Düsseldorf. Schon vor der Saison, als die Mannschaft als Aufstiegsaspirant galt, sagten diverse Bundesliga-Profis wie Claudio Pizarro ab. "Ich will nicht in der 2. Bundesliga spielen", begründeten sie ihre Entscheidung. Derweil kann das Team junge Talente, für die ein Verein wie die Fortuna ein Karrierefortschritt wäre, in der jetzigen Not-Situation eher nicht gebrauchen.

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