| 13.24 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Aksoy: "Die Mannschaft hat enttäuscht"

Fortuna Düsseldorf: Taskin Aksoy ist von der Mannschaft enttäuscht
Taskin Aksoy fand klare Worte nach dem Spiel von Fortuna Düsseldorf. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs derbe Pleite gegen den FC St. Pauli hat alle Beteiligten des Vereins kalt erwischt. Während Oliver Fink die Worte fehlten, kritisierte Interimstrainer Taskin Aksoy das Team scharf. Von Christoffer Kleindienst

In der 16. Minute musste eigentlich jedem Zuschauer des Spiels vom FC St. Pauli und der Fortuna aus Düsseldorf klar geworden sein, dass es ein ganz übler Abend für die Gäste  werden könnte. Der Zusammenprall zwischen Keeper Michael Rensing und Innenverteidiger Jonathan Tah nach einer langen, harmlosen Flanke und der daraus resultierende 0:2-Rückstand verursachte nicht nur beim eingelfeischten Fortuna-Fan fassungsloses Kopfschütteln. 

 

Es kam, wie es nach einer solchen Slapstick-Einlage wohl kommen musste: Die Hamburger, Tabellenletzter mit den meisten Gegentreffern in der bisherigen Zweitliga-Saison, spielten die Düsseldorfer an die Wand und gewannern hochverdient 4:0. Kein Wunder, dass die Analyse von Kapitän Fink kurz nach der Partie wenig analytisch ausfiel: "Mir fehlen so kurz nach dem Spiel die Worte. Ich habe dafür auch keine Erklärung. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." 

"Ich kann mich für diese Leistung nur entschuldigen"

Ähnlich sah es auch Coach Aksoy. "Es fällt mir schwer, nach der Leistung eine Analyse durchzuführen", sagte er, versuchte es aber immerhin dennoch: "Wir sind eigentlich gut gestartet und hatten auch eine gute Chance von Axel Bellinghausen. Dann bekommen wir schnell zwei Gegentreffer." Tatsächlich hatte sein Team in den ersten Minuten zwar Probleme mit dem aggressiven Gastgebern, allerdings war der Kopfball Bellinghausens wenige Meter vor dem Tor die bis dato größe Chance des Spiels. "St. Pauli konnte eine Euphorie entfachen und die Zuschauer mitnehmen. Wir hingegen haben nicht zurück ins Spiel gefunden", so Aksoy.

Erklärungen für das peinliche Auftreten hatte aber keiner kurz nach dem Spiel. "Es fällt schwer, die Fehler zu erklären", sagte Aksoy, Julian Schauerte resümierte ähnlich: "Kurz nach dem Spiel ist es sicherlich schwierig, eine Erklärung zu finden." Teamkollege Sergio da Silva Pinto war ebenso überfragt, nahm den Coach aber in Schutz. "Der Trainer hatte uns eigentlich gut auf das Spiel eingestellt, wir haben zwei Wochen lang gut gearbeitet und dennoch bringen wir es nicht auf den Platz", so der Deutsch-Portugiese: "Ich kann mich für diese Leistung von uns nur entschuldigen."

Aksoy spricht Klartext

Der Interimscoach war derweil wie gewohnt höflich, innerlich brodelte er aber. Er sei richtig bedient, erklärte er im "Sky"-Interview. Nach der desaströsen Leistung des Teams suchte man vergebens nach Diplomatie. "Wir haben es den St. Paulianern auf jeden Fall viel zu einfach gemacht. So kann man in der 2. Bundesliga keinen Punkt holen. Die Mannschaft hat heute enttäuscht", waren Aksoys klare Worte.

Während Fink Besserung versprach ("In einer Woche gegen Kaiserslautern müssen wir uns ganz anders präsentieren"), machte Pinto zumindest nach der Partie die beste Figur, als er zusammenfasste: "Wir reden zu viel und setzen zu wenig in die Tat um. Das muss sich ändern."

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