| 18.02 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Taskin Aksoy muss experimentieren

Fotos: Fortunen trainieren Flanken und Torschüsse
Fotos: Fortunen trainieren Flanken und Torschüsse FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Stark dezimiert empfängt Fortuna Düsseldorf am Samstag in der heimischen Esprit-Arena (13 Uhr, Live-Ticker) 1860 München. Gleich acht Profis fehlen Interimstrainer Taskin Aksoy. Von Christoffer Kleindienst

Glücklicherweise ist die Saison für die Fortuna so gut wie gelaufen - könnte man jetzt sagen. Die Spannung ist zwar verflogen, allerdings wären die derzeitigen Personalprobleme im Aufstiegskampf ein möglicher Genickbruch gewesen. Taskin Aksoy muss beim kommenden Spiel gegen 1860 München auf - aufgepasst - Oliver Fink, Sergio da Silva Pinto, Lukas Schmitz, Adam Bodzek, Christian Gartner, Christopher Avevor, Mathis Bolly und Charlison Benschop verzichten. 

Acht Akteure fehlen dem Imterinstrainer also, der trotz der äußerst dünnen Personaldecke die Ruhe bewahrt. "Während meiner Zeit bei der U23 habe ich ganz selten mit derselben Startelf wie in der Woche zuvor gespielt. Das ist also relativ normal für mich. Das nennt man dann wohl Rotation", sagte Aksoy schmunzelnd, der mal wieder ein paar Youngster befördern wird: "Kaan Akca und Marvin Ajani werden auf jeden Fall im Kader sein."  

Und so steht wieder mal ein munteres Ratespiel hinsichtlich der Aufstellung an. "Wer letztlich im Zentrum spielen wird, weiß ich noch nicht. Akca kann diese Position spielen, auch Julian Schauerte", sagt der Coach, der ein Comeback Michael Liendls im defensiven Mittelfeld ausschließt: "Ich glaube, dass er besser auf der 'Zehn' aufgehoben ist."

"Es ist eine rein sportliche Entscheidung"

Um Geheimniskrämerei war Aksoy freilich nicht bemüht. "Heinrich Schmidtgal ist wieder fit", sagte der Coach und fügte hinzu: "Dustin Bomheuer wird wieder spielen. Ich bin guter Dinge, dass er seine Leistung wieder abrufen kann."

An der Personalie Andreas Lambertz kam auch der Trainer kurz vor der Partie nicht vorbei. Auf eine Frage eines Journalisten, ob die Fortuna-Ikone am Samstag als Kapitän den Platz betreten werde, antwortete Aksoy aber nur: "Lumpi" wird spielen. Es ist aber eine sportliche Entscheidung. Er hat sich diesen Einsatz verdient und er wird ihn sich mit seiner Leistung möglicherweise auch für die kommenden Spiele verdienen." Einen Freifahrtsschein hat Lambertz, der im Sommer die Düsseldorfer bekanntlich vorerst verlassen wird, also ausdrücklich nicht. 

Aksoy will trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit einen guten Abschluss der Saison bieten. "1860 steht das Wasser bis zum Hals. Wir haben aber nichts zu verschenken. Wir wollen das Spiel mit einem Dreier beenden", sagte Aksoy. Möglicherweise macht ihm das Hinspiel noch mehr Mut: Damals überraschte Fortuna die Münchner mit einer 4-3-2-1-Formation. Das Überraschungsmoment wird nach der Flut von Ausfällen nun zwangsläufig wieder auf Seiten der Düsseldorfer sein.

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