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Fortuna Düsseldorf
Aksoys plötzlicher Aufstieg

Das ist Taskin Aksoy
Das ist Taskin Aksoy FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Als neuer sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums erhält der Fußballlehrer größeren Einfluss auf Fortunas Juniorenabteilung. Er selbst will an die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Markus Hirte anknüpfen. Von Maximilian Lonn

Die Entscheidung fiel kurzfristig. Kaum hatte Markus Hirte dem Vorstand erklärt, dass er seinen zum 30. Juni auslaufenden Vertrag als Nachwuchschef der Fortuna nicht verlängern werde, hatten die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten bereits einen Plan B in der Tasche. "Nachdem Markus seinen Entschluss verkündet hatte, kam der Vorstand auf Kevin Ameskamp und mich zu und fragte, ob wir uns das zusammen vorstellen könnten", berichtet Taskin Aksoy.

Der Trainer von Fortunas U23 soll gemeinsam mit dem bisherigen stellvertretenden Leiter des Nachwuchsleistungszentrums die erfolgreiche Arbeit im Juniorenbereich fortführen. Der Vorstand folgte damit gleichzeitig der Empfehlung Hirtes, "den Laden nicht komplett umzukrempeln", sondern auf bewährte Leute zu setzen. Eine nachvollziehbare Lösung. Immerhin arbeitet das Duo bereits seit vier Jahren zusammen und kennt sich daher bestens.

Die Leitung einem externen Kandidaten zu übergeben, wäre dagegen angesichts der kurzen Zeit bis zur Sommerpause sowie den bereits fortgeschrittenen Planungen für die kommende Spielzeit zu riskant gewesen und hätte zudem einen problemlosen Einstieg erschwert. So aber wird die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilt. Während Ameskamp für die Bereiche Organisation und Administration zuständig ist, kümmert sich Aksoy ab Sommer um die sportlichen Belange. "Mein Aufgabenfeld ist die Sichtung und Entwicklung der Jugendspieler sowie das Schulen unserer Juniorentrainer", sagt der 48-Jährige, der zudem in Jens Langeneke einen alten Bekannten verstärkt miteinbinden möchte. "Da gibt es schon einige Gedankenmodelle, die wir noch nicht ganz zu Ende gedacht haben. Fakt ist aber, dass die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird, schließlich möchte ich die U23 weiter trainieren - das war mein ausdrücklicher Wunsch."

Der Fußballlehrer setzt wie sein Vorgänger auf den Teamgedanken und möchte die vorhandenen Kräfte weiter bündeln. Dass es aufgrund der steigenden Aufgaben zu Problemen in seinem Kerngeschäft kommen könnte, glaubt der Deutsch-Türke nicht. "Wir wollen es erst einmal so angehen, wie es ist. Klar werde ich aufgrund von Terminen nicht immer auf dem Trainingsplatz sein können. Aber ich werde weiterhin die Trainingspläne schreiben und versuchen, meine Ideen umzusetzen", betont er. "Darüber hinaus habe ich mich Mathias Jack, Peter Schliecker sowie Vassilios Topouzoglu ein sehr gutes Trainerteam an meiner Seite. Deswegen glaube ich, dass wir das zusammen hinkriegen werden." Die Zeit wird es zeigen.

Quelle: RP
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