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Fortuna Düsseldorf
Beister-Transfer birgt auch Risiken

Das ist Maximilian Beister
Das ist Maximilian Beister FOTO: dpa, Jonas Güttler
Düsseldorf. Der mögliche Wechsel von Maximilian Beister zurück an den Rhein versetzt die Fans von Fortuna Düsseldorf in Verzückung. Bei all der Euphorie ist es für die Klub-Verantwortlichen schwer, kritische Töne zu äußern. Rational gesehen würde der Transfer derzeit auch Risiken bergen.  Von Christoffer Kleindienst

Nostalgische Gefühlen waren kurz vor dem Ende der Saison 2014/15 angesagt. Der Wechsel von Fortuna-Ikone Andreas "Lumpi" Lambertz stand an, außerdem beendete Jens Langeneke seine Karriere. In der sportlich kriselnden Phase kam es dem Verein auch ganz recht, an erfolgreichere Phasen erinnern zu können. Und so postete die Fortuna am 15. Mai dieses Jahres ein Video des spektakulären Führungstores im Relegations-Rückspiel um den Bundesligaaufstieg gegen Hertha BSC. Überschrift: "Unvergessen – heute vor 3 Jahren."

Wie speziell dieser Moment war, zeigte sich in der Reaktion des Torschützen: Beister veröffentlichtete das Video prompt auf seiner Facebook-Seite, mitten im Abstiegskampf seines aktuellen Vereins Hamburger SV. Im sozialen Netzwerk sammelte er damit Pluspunkte: "Darfst gerne wieder zurück kommen! Liebe Grüße aus Düsseldorf!" war nur einer von vielen positiven Kommentaren. Als dann Anfang Juni bekannt wurde, dass der Bundesliga-Dino nicht mehr mit dem 24-Jährigen plant, war klar, dass die Neuigkeit einige hundert Kilometer weiter südlich hohe Wellen schlagen würde. 

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Posted by Maximilian Beister on Freitag, 15. Mai 2015

Will Beister überhaupt in der 2. Bundesliga spielen?

"Bitte laßt diesen Transfer wahr werden!!!!!!!!!", bettelten Fans der Fortuna nach der überraschenden Meldung. Der Verein, der erklärte, dass er sich seit geraumer Zeit um den Linksfuß bemühe, stoppte die Flut der Euphorie nicht. Ganz im Gegenteil. "Maxi würde uns sportlich wie als Typ sehr gut zu Gesicht stehen", sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Kall.

Fortuna Manager Azzouzi erklärte hingegen nüchterner die Sachlage: "Bei Maxi Beister sind drei Parteien am Tisch. Dabei geht es zunächst einmal darum: was will der Spieler und was will der HSV. Von einer Verpflichtung sind wir noch sehr weit weg." Und Beister, so ist zu hören, will weiterhin in der höchsten deutschen Spielklasse spielen. 

Gut besetzt auf dem Flügel

Schlaflose Nächte wird diese Personalie Azzouzi wohl nicht bereiten. Denn obwohl Beisters fußballerische Qualitäten unbestritten sind – auf dieser Position sind die Fortunen bereits gut besetzt. Axel Bellinghausen, Sercan Sararer, Ihlas Bebou, Mathis Bolly, Tugrul Erat und im Fall der Fälle sogar Michael Liendl können auf dem Flügel spielen.

Zwar wäre der HSV-Profi in Topform natürlich eine Verstärkung, seine Verletzungshistorie stimmt aber skeptisch. Immer wieder wurde er zurückgeworfen, ein Meniskuschaden und ein Kreuzbandriss sind nur seine schwerwiegendsten Verletzungen der vergangenen Jahre. Die nicht zu unterschätzenden aufkommenden Kosten wären zwar zu stemmen. Die Chancen, dass Beister – der sich laut Azzouzi mit seinem Relegations-Tor "ein Denkmal gebaut" habe – bei all der Euphorie um seine Person den Erwartungen gerecht wird, stehen aber nicht gut. Das weiß natürlich auch Azzouzi, dessen Primärziel bei den Transfers nun erstmal lautet: Mittelstürmer finden. 

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