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Transfers bei Fortuna Düsseldorf
Nur, wenn es unbedingt sein muss

Kurz beobachtet Laktattest bei der Fortuna
Kurz beobachtet Laktattest bei der Fortuna FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf steht auf dem 15. Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Transfers will Rachid Azzouzi dennoch nur im Ausnahmefall tätigen – auch der neue Chefcoach Marco Kurz ist vom Kader überzeugt.  Von Christoffer Kleindienst

Ein neuer Trainer wurde bei der Fortuna zwar in den vergangenen Wochen präsentiert, dennoch könnte diese Personalie nicht die größte Winter-Coup beim Zweitligisten sein. Fans waren sich zwar sicher, dass sie nach der schwachen Hinserie Neu-Fortunen begrüßen werden dürften – allerdings zeigt sich Sportdirektor Azzouzi zur Überraschung vieler Anhänger diesbezüglich reichlich distanziert.  

Mit jedem Transfer, der getätigt würde, ginge auch die Tür für die Talente zu, predigt der 43-Jährige seit einigen Wochen. Auch Kurz erklärte bei seiner Vorstellung in der Esprit-Arena, er sei "voller Überzeugung, dass der aktuelle Kader uns weiterhilft. Ich glaube aber auch, dass man immer Augen und Ohren offenhält, wenn man in der Transferperiode die Chance hat, einen passenden Spieler zu verpflichten." Bloß kein Aktionismus also, Wechsel werden nur getätigt, wenn die Neuverpflichtung zu 100 Prozent passen sollte.

Video: Azzouzi: "Es gibt einen Aufwärtstrend!"

So wie Zoltan Stieber: Der Ungar soll vom Hamburger SV ausgeliehen werden. Der Spieler wäre bereit – braucht er doch Spielpraxis, um sich für den Nationalmannschaftskader bei der diesjährigen Europameisterschaft zu empfehlen. Allerdings sträubt sich noch der HSV, der den Flügelspieler nicht abgeben will. 

In diesem Fall ist es somit der Verein, der Probleme macht. Möglicherweise sind die zurückhaltenden Transfertätigkeiten der Düsseldorfer aber auch den Entscheidungen der Wunschspielern geschuldet. Denn die Fortuna kann als Arbeitgeber derzeit nicht mit vielen Vorteilen glänzen. Welcher Profi, der ihr ad hoc weiterhelfen könnte, wäre an einer Zusammenarbeit mit einem Verein interessiert, der im Abstiegskampf der 2. Bundesliga steckt? "Kein Aktionismus" ist eine sinnige Vorgabe der Verantwortlichen – allerdings wird dadurch die realistische Zielgruppe des Zweitligisten auf ein Minimum verkleinert. 

Für das Team ist die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt derweil ein gutes Zeichen. "Natürlich wissen wir, dass das ein Vertrauensbeweis ist", sagt Kapitän Karim Haggui, der aber betont: "Dadurch stehen wir aber auch mehr in der Verantwortung." Falls tatsächlich keine Transfers getätigt werden sollten, würde das aber auch auf den Sportdirektor zutreffen.

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