| 12.50 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Trifft nun auch noch Gaus gegen die Fortuna?

Fortuna Düsseldorf: Trifft nun auch noch Marcel Gaus gegen die Fortuna?
Marcel Gaus (r.) hat auch mal bei der Fortuna gespielt. FOTO: dpa, Uwe Anspach
Düsseldorf. Ehemalige Profis von Fortuna Düsseldorf scheinen in dieser Saison nach Belieben gegen ihren alten Arbeitgeber zu treffen. Gegen den SC Paderborn fing diese unheimliche Serie an. Gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Freitag könnte sie fortgeführt werden.  Von Christoffer Kleindienst

Nach dem Spiel gegen den SV Sandhausen, das die Fortuna 0:1 verlor, waren die Düsseldorfer Profis wenig überraschend ziemlich wortkarg. Dafür gab es im anderen Team jemanden, der sich bereitwillig den Fragen der Journalisten stellte. "Ich komme sofort zurück", rief Ex-Fortune Ranisav Jovanovic, der seit 2013 für Sandhausen auf Torejagd geht, den wartenden Pressevertretern in der Mixed Zone zu. Gut gelaunt trat er wenig später vor die Menschentraube und erklärte: "Es geht um Geld und es geht um Punkte. Das will ich mir nicht nehmen. Das sage ich ganz ehrlich. Auf dem Platz gibst du alles. So ist das nunmal." Jovanovic hatte mit seinem Treffer rund eine Stunde zuvor nämlich die Fortuna höchstpersönlich und endgültig in eine Krise geschossen.

Es war ein bereits bekanntes Prozedere nach einem Spiel der Fortuna, die eine geradezu beängstigende Bilanz aufweist: Zehn Gegentore musste das Team von Cheftrainer Frank Kramer bisher hinnehmen, für immerhein drei davon sorgte ein Ex-Fortune. 

  • Gegen den SC Paderborn traf Marcel Ndjeng zum 1:2, es war gleichzeitig das Endergebnis. Er spielte für die Fortuna von 2004 bis 2005, absolvierte dabei 34 Spiele in der Regionalliga Nord und eine Partie im DFB-Pokal. Seine Torbilanz in Düsseldorf ist übersichtlich: Drei Treffer erzielte er. Als torgefährlich konnte er auch in den Folgejahren nicht eingestuft werden, in den vergangenen fünf Saisons durfte er nur sieben Mal zum Jubeln ansetzen. 
  • Ein paar Spieltage war diesbezüglich Ruhe, am 8. Spieltag folgte dann der Auftritt des Erwin Hoffer. Der Stürmer, der mittlerweile für den Karlsruher SC auf Torejagd geht, hätte problemlos zwei- oder sogar dreifach gegen die Fortuna treffen können – so häufig wurde er von der Düsseldorfer Defensive eingeladen. Am Ende war es ein Treffer – nach 395 Minuten Tor-Dürre. Immerhin: Dass der Österreicher gegen seinen Ex-Verein traf, war keine große Überraschung. Als Stürmer erzielte er in 330 Partien 126 Treffer. Da kann auch mal ein Tor gegen den ehemaligen Verein herausspringen.
  • Und der letzte Streich: Jovanovic traf gegen seine alten Kollegen zum spielentscheidenden 0:1. Der Stürmer spielt bisher eine gute Saison: Sieben Spiele absolvierte er, dabei kommt er auf drei Treffer und zwei Assists. Für die Fortuna traf er in 92 Spielen immerhin 21 Mal. Unvergessen bleibt in Düsseldorf sein Tor im Bundesliga-Relegationsspiel gegen Hertha BSC. 
Strohdiek patzt – Hoffer trifft gegen die Fortuna FOTO: dpa, ude fpt

Aus den Augen, aus dem Sinn könnten die Fortunen nun sagen. Allerdings warten in naher Zukunft weitere Ex-Düsseldorfer auf das Team von Kramer. Beim kommenden Gegner 1. FC Kaiserslautern sind in Andre Fomitschow und Marcel Gaus gleich zwei Spieler dabei, die auch schon das Fortuna-Trikot trugen. Letzterer feierte gegen den VfL Bochum sein umjubeltes Comeback nach einer Verletzung. 56 Minuten wirkte er mit, der kriselnde FCK gewann prompt 2:1. 

Die Bilanz des Linksfußes gegen seinen Ex-Verein macht aber Mut. Vier Mal spielt er gegen die Fortuna, drei Mal verlor er mit seinem Team, 3:8 Tore ist die verheerende Bilanz. Das bisher letzte Aufeinandertreffen fand am 25. Oktober vergangenen Jahres statt, dieses Spiel endete 1:1. Und wer traf? Na klar, Ex-Fortune Gaus. 

Rensing patzt, Jovanovic trifft zum 0:1 FOTO: dpa, bt lre
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf: Trifft nun auch noch Marcel Gaus gegen die Fortuna?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.