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Fortuna Düsseldorf
Ultras sprechen sich gegen Jäger als Fortuna-Chef aus

Das ist Paul Jäger
Das ist Paul Jäger FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf ist auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Fan- und Ultra-Gruppierungen des Klubs haben sich nun öffentlich gegen Paul Jäger ausgesprochen. Der Finanzvorstand selber zeigt sich unbeeindruckt.

Jäger hat nach der Entlassung Dirk Kalls die vakante Stelle zunächst kommissarisch übernommen. Derzeit sucht der Aufsichtsrat nach einem geeigneten Kandidaten. "Grundsätzlich glaube ich nicht, dass ich ein Mann für die erste Reihe bin", sagte Jäger unserer Redaktion, aber: "Natürlich, wenn ich spüren würde, dass alle neun Aufsichtsräte und die Mitglieder mehrheitlich dafür wären, würde ich es machen. Dann würde ich es mir zutrauen und ich würde es auch gut machen."

Einige Mitglieder von Fortuna sind aber gegen Jägers Beförderung. In einer "Stellungnahme zur aktuellen Situation von Fortuna Düsseldorf" sprechen sich gleich sechzehn Fan- und Ultra-Gruppierungen öffentlich gegen Jäger als Vorstandsvorsitzenden aus. Vorstand und Aufsichtsrat befinden sich "seit Monaten in einem kaum noch tragfähigen Zustand", ist da zu lesen. Das Problem sei mit der Freistellung Kalls nicht gelöst: "Der Finanzvorstand Paul Jäger, der seit 26 Jahren in führenden Positionen im Verein tätig ist, hat sich in den letzten Jahren immer weiter von dem entfernt, was Fortuna einmal ausgemacht hat."

Die Gruppierungen, die diese Stellungnahme verfasst haben, gehen noch einen Schritt weiter: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage sehen wir es als fatalen Fehler an, wenn Jägers Ansprüchen stattgegeben wird. Dies würde den Verein langfristig auf eine Bahn führen, die unserem Verein Fortuna Düsseldorf schadet. Diese Entwicklung gilt es schnellstmöglich zu stoppen. Als ersten Schritt rufen wir darum alle Fortunamitglieder auf, zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 21.10. zu gehen und dort dem Aufsichtsrat deutlich zu machen, dass Paul Jäger als Vorstandsmitglied, und erst recht als Vorstandsvorsitzender keine Option sein darf!"

Im sozialen Netzwerk kommt die Stellungnahme weitestgehend gut an. Allein die Nachricht auf der Facebook-Seite der "Ultras Düsseldorf" wurde nach wenigen Stunden über 50 Mal geteilt, über 500 User klickten auf "Gefällt mir". Auch Jäger selber äußerte sich zu der Stellungnahme: "Ich habe es zur Kenntnis genommen, aber das Spiel ist mir wichtiger."

Die Anhänger machten auch während des Spiels gegen Bielefeld ihrem Ärger Luft. FOTO: Christoffer Kleindienst

Am Freitagabend während des Spiels war zudem ein großes Banner in der Arena zu sehen: "Neuanfang" stand dort in Großbuchstaben drauf.

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